Der Weltklimarat - IPCC

Der Weltklimarat - IPCC

Infografik Nr. 615675

Das Umweltprogramm der UN (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WOM) gründeten im Jahr 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen. Im englischen Original heißt er Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), er ist aber auch unter dem Kurzbegriff "Weltklimarat" bekannt. Seine Aufgabe besteht darin, zu klären, welche Bedrohung der Klimawandel darstellt und wie darauf reagiert werden kann. Die Wissenschaftler des IPCC forschen allerdings nicht selbst. Sie tragen nur den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel aus vielen Tausend wissenschaftlichen Publikationen zusammen.

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Schon in den 1980er Jahren stellten Forscher erste Anzeichen für eine globale Erwärmung fest, an der menschliche Aktivitäten einen Anteil haben könnten. Deshalb gründeten das Umweltprogramm der UN (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WOM) im Jahr 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen. Im englischen Original heißt er Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), er ist aber auch unter dem Kurzbegriff Weltklimarat bekannt. Die Aufgabe des IPCC besteht darin, zu klären, welche Bedrohung der Klimawandel darstellt und wie darauf reagiert werden kann. Die Wissenschaftler des IPCC forschen allerdings nicht selbst. Sie tragen nur den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel aus vielen Tausend wissenschaftlichen Publikationen zusammen und veröffentlichen ihn regelmäßig in umfangreichen Sachstandsberichten. Diese Berichte bilden die Grundlage für die internationalen Klimakonferenzen im Rahmen der UN, sie sind also eine wichtige Referenz für politisches Handeln. Gleichwohl belässt es der IPCC bei der Beschreibung des Forschungsstands und dem Aufzeigen von Optionen, konkrete Lösungsvorschläge oder gar politische Handlungsempfehlungen macht er nicht.

Mitglieder des Weltklimarats sind alle Staaten, die den UN und/oder der WOM angehören. Derzeit hat der IPCC 195 Mitgliedsländer. Der organisatorische Aufbau spiegelt den Doppelcharakter des Weltklimarats als zwischenstaatliches und wissenschaftliches Gremium wider. Vertreter und Fachleute aus den einschlägigen Ministerien und Institutionen der Mitgliedstaaten treffen sich mindestens einmal im Jahr im Plenum. Auch Beobachterorganisationen entsenden Vertreter dorthin. Das Plenum bestimmt über das Arbeitsprogramm, begutachtet die Berichte und setzt die Themen für zukünftige Berichte. Es wählt außerdem einen Vorstand für die Dauer des Berichtszeitraums von sechs bis sieben Jahren. Die 34 Fachleute im Vorstand unterstützen die wissenschaftliche Arbeit des IPCC. Im Vorstand sind alle Weltregionen vertreten, außerdem wird auf eine gleichmäßige Besetzung nach Geschlecht und nach Industrie- und Entwicklungsländern geachtet. Ein Exekutivkomitee kümmert sich um laufende Aufgaben und sorgt für die Umsetzung der Beschlüsse des Plenums. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt in drei Arbeitsgruppen und einer Projektgruppe: Arbeitsgruppe I befasst sich mit den Ursachen des Klimawandels; Arbeitsgruppe II hat die Folgen und die Verwundbarkeit durch den Klimawandel im Blick und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich Gesellschaften an den Klimawandel anpassen können; Arbeitsgruppe III beschreibt Optionen, wie sich der Klimawandel durch politische, wirtschaftliche und technologische Maßnahmen abmildern lässt; und die Projektgruppe beschäftigt sich mit Methoden, die Treibhausgasemissionen der Mitgliedstaaten zu erfassen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2019
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