Deutsche Schüler im PISA-Vergleichstest

Deutsche Schüler im PISA-Vergleichstest

Infografik Nr. 515121

Die schwachen Ergebnisse des PISA-Tests 2000 lösten einen Schock bei Eltern, Schulen und in der Bildungspolitik aus. 2025 waren die Resultate noch schlechter. Besonders verstörend ist die Tatsache, dass ein Viertel bis ein Drittel der Testteilnehmer nicht über die unterste Kompetenzstufe hinauskam. Wo liegen die Ursachen dafür? Zahlen und Fakten für eine intensive Diskussion!

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Der erste internationale Schüler-Vergleichstest PISA (Programme for International Student Assessment) im Jahr 2000 bescheinigte dem deutschen Schulwesen ein wenig befriedigendes Leistungsniveau. Im Durchschnitt blieben die deutschen Schüler sowohl bei mathematischen und naturwissenschaftlichen Aufgaben als auch bei der Lesekompetenz hinter dem mittleren Ergebnis der OECD-Länder (Industrie-länder) zurück. Der Schock über dieses schwache Abschneiden war groß und löste eine Reihe von Reformen aus, die im föderal gegliederten deutschen Bildungssystem allerdings oft unterschiedliche Wege einschlugen. Gut ein Jahrzehnt später ließen die Ergebnisse des PISA-Tests 2012 klare Verbesserungen erkennen. Bei den folgenden Tests drehte sich der Trend aber wieder zum Schlechteren.

Das Ergebnis des PISA-Tests 2025 löste eine neue Schockwelle aus, denn das durchschnittliche Leistungsniveau der deutschen Schülerinnen und Schüler war in allen drei Kompetenzbereichen so niedrig wie nie zuvor und erreichte nur eben den Mittelwert aller OECD-Länder. Im Bereich Mathematik setzte sich der dramatische Leistungsabfall von 2022 in einem weiteren Rückgang auf nur noch 464 Punkte fort. In der Lesekompetenz gab es einen noch deutlicheren Rückfall auf 465 Punkte (nach 480 im PISA-Test 2022). Im Bereich Naturwissenschaften, der 2025 im Mittelpunkt des PISA-Tests stand, wurde mit 486 Punkten das schwache Ergebnis aus dem Jahr 2000 noch knapp unterschritten. Die deutschen Schüler blieben damit weit hinter den Spitzenleistungen ihrer 15-jährigen Altersgenossen in einigen ostasiatischen Ländern, in Estland, der Schweiz oder Polen zurück.

Neben dem durchschnittlichen Punktergebnis ist von Interesse, wie weit die Einzelergebnisse des PISA-Tests bei den deutschen Teilnehmern um den Mittelwert streuten. Werden die Schüler nach ihrer Leistungsstärke in sechs Kompetenzstufen aufgeteilt, so ergab PISA 2025, dass in den drei Kompetenzbereichen zwischen 27 % und 34 % der Teilnehmer nicht über die unterste Stufe hinauskamen. Sie verfehlten damit die Kompetenzstufe 2, die als Mindestvoraussetzung für die weitere Ausbildung und die Bewältigung der Lebensaufgaben in Beruf und Gesellschaft gilt. Demgegenüber erreichten weniger als 10 % der deutschen Teilnehmer die leistungsstarken Kompetenzstufen 5 und höher.

Bei der Suche nach Erklärungen für das enttäuschende Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler fällt vor allem der Zusammenhang zwischen Lernleistung und sozioökonomischer Herkunft ins Gewicht, der in Deutschland ausgeprägter ist als in den meisten anderen Ländern. 

Ausgabe: 10/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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