Die ältere Generation

Die ältere Generation

Infografik Nr. 042160

18,3 Millionen Deutsche sind über 65. Das ZAHLENBILD liefert Infos zum Familienstand, zur Altersrente und zur Lebenszufriedenheit der „älteren Generation“. Direkt herunterladen!

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In den hochentwickelten Ländern leben mehr alte Leute als je zuvor. Der wachsende Wohlstand und die Fortschritte der Medizin haben die durchschnittliche Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängert. Noch nie war die Chance, ein hohes Alter zu erreichen, so hoch wie heute. Da in vielen Ländern zugleich die Geburtenraten sinken oder stagnieren, wächst der Anteil der älteren Generation an der Gesamtbevölkerung. So auch in Deutschland, wo Ende 2020 bereits mehr als ein Fünftel der Bevölkerung (22 %) das klassische Rentenalter von 65 Jahren überschritten hatte. Von den insgesamt 18,3 Millionen Senioren waren 9,8 Mio weiblichen und 7,6 Mio männlichen Geschlechts – ein Unterschied, der vor allem auf der geringeren natürlichen Lebenserwartung bei den Männern beruht.

Dass Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer, erklärt auch, warum sie in ihren späten Jahren häufiger allein leben. Während drei Viertel (74 %) der Männer ab 65 noch mit ihrer Frau in einem Paarhaushalt zusammenleben, trifft dies umgekehrt nur für die Hälfte (48 %) der Frauen ab 65 zu. Von den Frauen sind dagegen viele in ihrem letzten Lebensabschnitt bereits verwitwet oder geschieden.

Zwar sind immer mehr Menschen auch im Rentenalter noch erwerbstätig (2019: 8 % der Älteren ab 65), meist geht mit dem Beginn des Senioren-Daseins aber eine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Situation einher. Für neun von zehn Personen ab 65 Jahren ist die Rente oder Pension die wichtigste Quelle des Lebensunterhalts. Männer sind dabei in der Regel aber besser gestellt als Frauen: Mitte 2020 belief sich die durchschnittliche Altersrente der Männer in Deutschland auf 1 208 Euro monatlich, die der Frauen auf 997 Euro. Männer waren in ihrem Berufsleben meist durchgängig erwerbstätig und konnten höhere Rentenansprüche erwerben, während Frauen, vor allem in Westdeutschland, aus Rücksicht auf Haushalt und Kindererziehung oft beruflich zurückstecken mussten. Finanziell sind Frauen im Alter deshalb häufiger auf ihren Partner oder auf die ergänzende Witwenrente angewiesen. Und sie sind häufiger armutsgefährdet: Ende 2019 waren davon 20 % der Frauen, aber „nur“ 16 % der Männer ab 65 betroffen. Auf der anderen Seite konnten sich viele Menschen im Lauf ihres Lebens ein ansehnliches Vermögen aufbauen: Etwa jeder zweite Seniorenhaushalt (56 %) verfügt über eigenen Haus- oder Grundbesitz.

Auch wenn die Gesundheit im hohen Alter oft nicht mehr mitspielt, fühlen sich die Menschen in ihren Lebensumständen meist recht wohl. 2018 bekundeten nur 23 % der Frauen und 18 % der Männer ab 75 Jahren eine niedrige Lebenszufriedenheit.

Ausgabe: 08/2021
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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