Die ältere Generation

Die ältere Generation

Infografik Nr. 042160

In den hochentwickelten Ländern leben mehr alte Leute als je zuvor. Der wachsende Wohlstand und die Fortschritte der Medizin haben die durchschnittliche Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängert. Noch nie war die Chance, ein hohes Alter zu erreichen, so hoch wie heute. ...

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In den hochentwickelten Ländern leben mehr alte Leute als je zuvor. Der wachsende Wohlstand und die Fortschritte der Medizin haben die durchschnittliche Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängert. Noch nie war die Chance, ein hohes Alter zu erreichen, so hoch wie heute. Da in vielen Ländern zugleich die Geburtenraten sinken oder stagnieren, wächst der Anteil der älteren Generation an der Gesamtbevölkerung. So auch in Deutschland, wo Ende 2014 bereits ein Fünftel der Bevölkerung (21 %) das klassische Rentenalter von 65 Jahren überschritten hatte. Von den insgesamt 17,2 Millionen Senioren waren 9,6 Mio weiblichen und 7,6 Mio männlichen Geschlechts – ein Unterschied, der vor allem auf der geringeren natürlichen Lebenserwartung bei den Männern beruht.

Dass Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer, erklärt auch, warum sie in ihren späten Jahren häufiger allein stehen. Während drei Viertel (75 %) der Männer ab 65 noch mit ihrer Frau in einem Paarhaushalt zusammenleben, trifft dies umgekehrt nur für die Hälfte (48 %) der Frauen ab 65 zu. Von den Frauen sind dagegen viele in ihrem letzten Lebensabschnitt bereits verwitwet oder geschieden.

Da der Beginn des Senioren-Daseins meist gleichbedeutend ist mit dem Ende des Erwerbslebens, geht damit eine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Situation einher. Für neun von zehn Personen ab 65 Jahren ist die Rente oder Pension die wichtigste Quelle des Lebensunterhalts. Männer sind dabei in der Regel besser gestellt als Frauen: Ende 2015 belief sich die durchschnittliche Altersrente der Männer in Deutschland auf 1130 Euro monatlich, die der Frauen auf 653 Euro. Auf Grund der traditionellen Rollenverteilung waren Männer in ihrem Berufsleben meist durchgängig erwerbstätig und konnten höhere Rentenansprüche erwerben, während Frauen, vor allem in Westdeutschland, aus Rücksicht auf Haushalt und Kindererziehung beruflich zurückstecken mussten. Finanziell sind Frauen im Alter deshalb häufiger auf ihren Partner oder auf die ergänzende Witwenrente angewiesen. Und sie sind häufiger armutsgefährdet: Ende 2014 waren davon 18,4 % der Frauen, aber nur 14,0 % der Männer ab 65 betroffen. Auf der anderen Seite konnten sich viele Menschen im Lauf ihres Lebens ein ansehnliches Vermögen aufbauen: Etwa jeder zweite Seniorenhaushalt verfügt über eigenen Haus- und Grundbesitz.

Auch wenn die Gesundheit im hohen Alter oft nicht mehr mitspielt, fühlen sich die Menschen in ihren Lebensumständen zumeist recht wohl. 2013 bekundeten nur 22 % der Frauen und 15 % der Männer ab 75 Jahren eine niedrige Lebenszufriedenheit

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2016
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