Das Technische Hilfswerk

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Im Auftrag des damaligen Innenministers Gustav Heinemann wurde das Technische Hilfswerk 1950 als „ziviler Ordnungsdienst“ für den Zivil- und Katastrophenschutz ins Leben gerufen. Es hat nur rund 1300 hauptamtliche Kräfte und stützt sich in der Hauptsache auf das Engagement von fast 80000 ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind.

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Im Auftrag des damaligen Innenministers Gustav Heinemann wurde das Technische Hilfswerk 1950 als „ziviler Ordnungsdienst“ für den Zivil- und Katastrophenschutz ins Leben gerufen. Heute ist das THW als Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums angesiedelt. Seine Einsatztrupps sind immer dann zur Stelle, wenn Unglücksfälle oder Katastrophen nicht mehr allein durch die örtlichen Kräfte (Feuerwehr, Rettungsdienste usw.) bewältigt werden können.

Das THW-Gesetz weist dem Technischen Hilfswerk zunächst allerdings den Zivilschutz als eigenständige Aufgabe zu. Dabei geht es darum, in Spannungs- oder Kriegszeiten die Bevölkerung, ihre Wohnungen und Arbeitsstätten, lebenswichtige öffentliche Anlagen und Einrichtungen sowie Kulturgüter durch technische Hilfeleistungen vor Kriegseinwirkungen zu schützen, Schäden zu beseitigen und die Folgen zu mindern. Der Zivilschutz fällt in die Zuständigkeit des Bundes. Im Auftrag des Bundes wird das THW auf Bitten anderer Staaten auch im Ausland tätig, so z.B. beim Aufbau des Katastrophenschutzes, bei der Einrichtung von Flüchtlingscamps, bei Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hurrikans oder sogar zur Unterstützung einer UN-Friedensmission (in Kolumbien).

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt für das THW allerdings im Inland, wo er von den zuständigen Stellen der Länder angefordert werden kann, um bei Katastrophen, schweren Unglücksfällen oder einem öffentlichen Notstand seine technischen Fähigkeiten einzubringen. Das Einsatzspektrum des THW ist weitgespannt. Es umfasst • die Sicherung der Infrastruktur (Aufrechterhaltung der Strom- und Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Bau von Behelfsbrücken), • die technische Gefahrenabwehr, u.a. durch das Orten, Retten und Bergen von Menschen, die Hochwasserbekämpfung oder Räum- und Sprengarbeiten, und • die technische Hilfe im Umweltschutz, etwa zur Bekämpfung von Ölschäden.

Das Technische Hilfswerk verfügt über eine einzigartige Struktur: Es hat nur rund 1300 hauptamtliche Kräfte und stützt sich in der Hauptsache auf das Engagement von fast 80000 ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind. Die Ausstattung des THW umfasst mehr als 11000 Fahrzeuge sowie technisches Gerät wie Kräne, Bagger, Pumpen, Bohrer, Sägen, Notstromaggregate, Wasseraufbereitungsanlagen, Ortungsgeräte, Telekommunikationssysteme. 715 Technische Züge mit ihren Bergungs- und Fachgruppen stehen bundesweit für den Einsatz bereit. Im Bundeshaushalt 2018 sind Ausgaben von rund 255 Mio € für das THW eingeplant.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2018
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