Rentenbestand in der gesetzlichen Rentenversicherung

Rentenbestand in der gesetzlichen Rentenversicherung

Infografik Nr. 149212

In dem Maß, wie die Bevölkerung altert, steigt die Zahl der Rentenempfänger immer weiter an. Die Finanzierung der Renten wird damit zum Problem. Mehr zur Entwicklung des Rentenbestands seit der deutschen Einigung erfahren Sie aus diesem ZAHLENBILD. Laden Sie es gleich herunter!

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Die gesetzliche Rentenversicherung ist das Kernstück der sozialen Sicherung in Deutschland. Seit ihren Anfängen in der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung (1889) hat sie sich von einer staatlichen Hilfskasse für Arbeiter zu einer „Volksversicherung“ entwickelt, in die der größte Teil der Bevölkerung einbezogen ist. Derzeit erhalten etwa 88 % der Männer und 92 % der Frauen im Alter eine eigene Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. (Für Beamte besteht ein eigenes Alterssicherungssystem; Freiberufler können sich über die berufsständische Versorgung absichern; ein Großteil der Selbstständigen ist auf eigene Altersvorsorge angewiesen.)

Das Rentensystem der früheren Bundesrepublik wurde 1992 auf ganz Deutschland ausgedehnt. Seitdem nahm die Zahl der regelmäßig ausgezahlten Renten fast kontinuierlich zu – von 19,3 Mio (1992) auf 26,1 Mio (2024). Dieser Zuwachs hatte mehrere Ursachen. Zunächst den Altersaufbau der Bevölkerung, der 1998 bis 2005 und dann erneut ab 2014 jährlich mehr Menschen ins Rentenalter hineinwachsen ließ. Dann die wachsende Lebenserwartung der Rentnergeneration – mit der Folge, dass sich die durchschnittliche Laufzeit der Renten ständig verlängert. Drittens die vorzeitige Inanspruchnahme von Renten, sei es in Form der eigentlichen „Frührenten“ bei verminderter Erwerbsfähigkeit oder durch Nutzung gesetzlicher Optionen für einen vorgezogenen Rentenbeginn. Schließlich aber auch sozialpolitische Maßnahmen wie die Verkürzung der Wartezeiten oder die Anrechnung von Kindererziehungszeiten, die oft überhaupt erst einen Rentenanspruch entstehen ließen (Stichwort: Mütterrente).

Für Ende des Jahres 2024 weist die Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung einen Bestand von 26,1 Mio Renten aus. Davon entfielen 20,7 Mio auf selbsterworbene Versichertenrenten (Altersrenten und Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit) und knapp 5,4 Mio auf Hinterbliebenenrenten (Witwen-, Witwer- und Waisenrenten). Da etwa 4,2 Mio Rentnerinnen und Rentner mehr als eine Rente bezogen, war die Zahl der Rentenempfänger insgesamt geringer: Sie belief sich Mitte 2024 auf 21,4 Mio – 9,1 Mio Männer und 12,2 Mio Frauen.

Mit dem Übergang der Boomer-Generation ins Rentenalter dürfte sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen den Rentenbeziehern und den Beschäftigten, aus deren Beiträgen die laufenden Renten überwiegend finanziert werden, deutlich verschlechtern, da gleichzeitig die Erwerbsbevölkerung schrumpft. 2024 kamen noch rund 750 ausgezahlte Renten auf jeweils 1 000 pflichtversicherte Beschäftigte. 

Ausgabe: 06/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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