Wahlkreiseinteilung zur Bundestagswahl 2017

Wahlkreiseinteilung zur Bundestagswahl 2017
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Wahlkreiseinteilung zur Bundestagswahl 2017

Die Wahl zum Deutschen Bundestag erfolgt nach einem Wahlsystem, das Elemente der Personen- und der Listenwahl, der Mehrheits- und der Verhäl ...

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Wahlkreiseinteilung zur Bundestagswahl 2017

Die Wahl zum Deutschen Bundestag erfolgt nach einem Wahlsystem, das Elemente der Personen- und der Listenwahl, der Mehrheits- und der Verhältniswahl miteinander verbindet. Grundsätzlich wird jeweils die Hälfte der Abgeordneten in den Wahlkreisen direkt gewählt, die andere Hälfte kommt über die Landeslisten der Parteien zum Zuge.

Zur ersten gesamtdeutschen Wahl am 2.12.1990 wurden 328 Wahlkreise eingerichtet. Im alten Bundesgebiet blieb es bei der Einteilung in 248 Wahlkreise; hinzu kamen 67 Wahlkreise in den fünf neuen Ländern und 13 Wahlkreise im wiedervereinigten Land Berlin. Der Bundestag vergrößerte sich folglich auf 656 Abgeordnete (ohne Überhangmandate). Mit der 15. Wahlperiode (ab 2002) reduzierte sich die Zahl der Wahlkreise auf 298, die gesetzliche Mitgliederzahl des Bundestags auf 598. Zudem wurden die Regeln für die Einteilung der Wahlkreise enger und genauer gefasst: Laut Bundeswahlgesetz muss die Zahl der Wahlkreise in den Ländern deren Anteil an der deutschen Bevölkerung der Bundesrepublik so weit wie möglich entsprechen. Die Wohnbevölkerung eines Wahlkreises soll um nicht mehr als 15 % vom Durchschnitt aller Wahlkreise abweichen; beträgt die Abweichung mehr als 25 %, muss vom Gesetzgeber eine Neuabgrenzung vorgenommen werden. Bei der Festlegung der Wahlkreise sind die Ländergrenzen einzuhalten; Kreis- und Gemeindegrenzen sollen nach Möglichkeit nicht zerschnitten werden.

In jeder Wahlperiode überprüft eine vom Bundespräsidenten eingesetzte Wahlkreiskommission, ob die Bevölkerungsentwicklung eine Neuabgrenzung von Wahlkreisen oder gar eine Umverteilung zwischen den Bundesländern erforderlich macht. Ihr Bericht dient dem Bundestag als Grundlage für die Festlegung der Wahlkreiseinteilung für die nächste Bundestagswahl. Im Blick auf die Wahl 2017 wurden 35 Wahlkreise neu abgegrenzt. Größere Änderungen ergaben sich dadurch, dass Thüringen gegenüber dem bisherigen Stand einen Wahlkreis verlor, während Bayern einen Wahlkreis hinzugewann. Von Neuabgrenzungen betroffen waren die verbleibenden acht thüringischen Wahlkreise sowie zwölf Wahlkreise in Bayern, sieben in Brandenburg und jeweils zwei in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Änderungen zielten darauf ab, übermäßige Abweichungen einzelner Wahlkreise von der durchschnittlichen Bevölkerungszahl zu korrigieren. Dabei konnte auf aktuelle Fortschreibungen des Zensus von 2011 zurückgegriffen werden. Am Stichtag, dem 30. Juni 2015, lag die Zahl der deutschen Bevölkerung in den Wahlkreisen bei durchschnittlich 245958.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2016
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