Quellen der Luftbelastung

Quellen der Luftbelastung

Infografik Nr. 126296

Das Umweltbundesamt unterscheidet zwei Arten menschengemachter Emissionen: Die Treibhausgase, die zur globalen Erwärmung beitragen, und die klassischen Luftschadstoffe, die sich schädlich auf Ökosysteme auswirken und auch der menschlichen Gesundheit schaden können. Hauptursache der menschengemachten Luftverschmutzung sind Verbrennungsvorgänge in Kraftwerken, Industrieanlagen, Fahrzeugmotoren oder Gebäudeheizungen.

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Das Umweltbundesamt unterscheidet zwei Arten menschengemachter Emissionen: Die Treibhausgase, die zur globalen Erwärmung beitragen, und die klassischen Luftschadstoffe, die sich schädlich auf Ökosysteme auswirken und auch der menschlichen Gesundheit schaden können. So führen Schwefel- und Stickstoffverbindungen (SO2, NOx) oder Ammoniak (NH3) zur Versauerung der Böden und Gewässer; der Eintrag von Stickstoffoxiden und Ammoniak hat Überdüngung zur Folge und stört damit die ausgewogene Nährstoffversorgung der Pflanzen; flüchtige organische Verbindungen und Stickstoffoxide sind an der Entstehung des schädlichen bodennahen Ozons (Sommersmog) beteiligt. Und beim Menschen können Stickstoffoxide und Feinstaub zu Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems führen.

Hauptursache der menschengemachten Luftverschmutzung sind Verbrennungsvorgänge in Kraftwerken, Industrieanlagen, Fahrzeugmotoren oder Gebäudeheizungen. Als weitere Quellen kommen u.a. Industrieprozesse, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft in Frage. • Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständiger Verbrennung in Motoren und Feuerungsanlagen. Da sich die Verbrennung in Kraftwerken recht genau steuern lässt, ist deren Anteil am CO-Gesamtausstoß relativ gering. Dagegen gehen über 40% auf die Industrie zurück und je ein Viertel auf den Verkehr und auf Haushaltsheizanlagen. • Stickstoffoxide (NO, NO2) entstehen bei Verbrennungsvorgängen durch Oxidation des Stickstoffs, der in den Brennstoffen und in der Verbrennungsluft enthalten ist. Mit der Entwicklung des Energieverbrauchs und des Straßenverkehrs nahmen die Stickoxid-Emissionen in Deutschland bis Anfang der 1980er Jahre zu. Schadstoffmindernd wirkt sich seither aus, dass Kraftfahrzeuge mit Katalysatoren ausgestattet sind und Kraftwerke mit Entstickungsanlagen betrieben werden. Die • leichtflüchtigen organischen Luftverunreinigungen umfassen ein breites Spektrum von Stoffen mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Sie stammen u.a. aus dem Kfz-Verkehr (Formaldehyd-Emissionen, Kraftstoffverdunstung), aus Lecks in der Chemie und in der Mineralölindustrie und aus dem Einsatz von Lösemitteln bei Lacken, Klebern usw.

Ammoniak (NH3) stammt zum weit überwiegenden Teil aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung (Zersetzung tierischer Exkremente) und aus der Ausbringung mineralischer Stickstoffdünger. • Schwefeldioxid (SO2) ist vor allem auf den Schwefelgehalt der fossilen Energieträger wie Kohle und Erdöl zurückzuführen. • Feinstaub (PM10 und PM2.5) resultiert zum großen Teil aus Verbrennungsmotoren und Reifenabrieb sowie aus der Metall- und Stahlindustrie.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2019
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