Haushaltsabfälle

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Infografik Nr. 126641

Haushaltsabfälle

Rund eine Tonne Haushaltsabfälle produziert der deutsche Durchschnittshaushalt im Lauf eines Jahres. 2014 wurden im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgung ...

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Haushaltsabfälle

Rund eine Tonne Haushaltsabfälle produziert der deutsche Durchschnittshaushalt im Lauf eines Jahres. 2014 wurden im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgung der Städte und Kreise 37,6 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Das entsprach einer Menge von 462 kg je Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entfiel davon knapp ein Drittel (162 kg) auf die graue Hausmülltonne, d.h. den sogenannten Restmüll. Als Sperrmüll (hauptsächlich alte Möbel und Geräte) wurden weitere 29 kg je Einwohner abgefahren.

Die übrigen Abfälle verteilen sich im Wesentlichen auf getrennt gesammelte Wertstoffe und organische Abfälle. Zu den Wertstoffen zählen in erster Linie Papier und Pappe (72 kg), Verpackungen und Verbundmaterialien (33 kg), Glas (23 kg) und Holz (15 kg), darüber hinaus aber auch kleinere Mengen an Metall, Textilien oder Kunststoffen – 2014 eine Menge von insgesamt 148 kg je Einwohner. Unberücksichtigt bleiben bei dieser Aufstellung die Abfälle und Altstoffe, die von privaten Entsorgungsunternehmen gesammelt und behandelt werden. Auch Elektroaltgeräte, für die eine Rücknahmepflicht des Handels besteht, werden in der Abfallstatistik nicht mehr erfasst. Die separat eingesammelten organischen Abfälle fielen 2014 mit 121 kg je Einwohner ins Gewicht: 57 kg wurden per Biotonne entsorgt, 64 kg kamen aus biologisch abbaubaren Garten- und Parkabfällen zusammen.

Während die Gesamtmenge des Haushaltsabfalls über lange Jahre weitgehend konstant blieb – im Zeitraum von 2004 bis 2014, für den einheitlich erhobene Zahlen vorliegen, schwankte sie um 37 Millionen Tonnen –, war bei den Bioabfällen ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Der Anteil des unsortierten Mülls ging dagegen zurück. So verringerte sich das Aufkommen an Haus- und Sperrmüll in diesen Jahren von 17,0 auf 15,5 Mio Tonnen; die getrennt gesammelten organischen Abfälle nahmen dafür von 8,4 auf 9,8 Mio Tonnen zu. Den ungewöhnlich kräftigen Zuwachs an Bioabfällen im Jahr 2014 führt das Statistische Bundesamt darauf zurück, dass die ab 2015 geltende Pflicht zur getrennten Sammlung dieser Abfälle schon vorab Wirkung zeigte.

Im Ländervergleich schwankte das Aufkommen an Haushaltsabfällen je Einwohner 2014 zwischen 323 kg in Sachsen und 524 kg in Rheinland-Pfalz. Diese Unterschiede erklären sich zum Teil aus der regional abweichenden Organisation der Müllabfuhr, d.h. unter anderem daraus, ob und in welchem Umfang Geschäftsmüll zusammen mit dem Haushaltsmüll entsorgt wird.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2016
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