Kleinstunternehmen - ganz groß

Kleinstunternehmen - ganz groß

Infografik Nr. 730020

Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, machen den größten Anteil an Unternehmen in der EU aus. Allein in Deutschland liegt ihr Anteil bei 84%. Laden Sie dieses neue ZAHLENBILD direkt herunter!

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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen in der EU eine wichtige Rolle. Man sieht in ihnen geradezu das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Sie mögen zwar mit ihren Umsätzen weit hinter den großen, oft international verflochtenen Konzernen zurückbleiben, doch sie haben eine immense Bedeutung für die Schaffung von Arbeitsplätzen, die flächendeckende Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen und die soziale Stabilität in der Gemeinschaft. Sie sind im Vergleich mit größeren Unternehmen aber auch vielfach benachteiligt. So zum Beispiel bei der Einwerbung von Finanzmitteln, bei Investitionen in Forschung und Entwicklung und bei der Umsetzung von Umweltauflagen. Hinzu kommen Hemmnisse, die sich unmittelbar aus der geringen personellen Größe dieser Unternehmen ergeben, wie fehlende Fachund Führungskompetenzen, mangelndes Knowhow in Finanz- und Rechtsfragen, Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung oder beim Aufbau von Import- und Exportbeziehungen. Die EU hat deshalb Förderprogramme zur Unterstützung dieser Unternehmen aufgelegt.

Als KMU gilt nach europäischer Definition ein Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten, einem Jahresumsatz von weniger als 50 Mio Euro oder einer Bilanzsumme von weniger als 43 Mio Euro. Unternehmen mit 0 bis 9 Beschäftigten und Umsätzen von unter 2 Mio Euro werden als Kleinstunternehmen oder Mikrounternehmen bezeichnet. Sie stellen die große Mehrheit der Unternehmen in der EU. Von den insgesamt 23,2 Mio Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen), die es 2019 in der EU-27 gab, waren 21,6 Mio (93 %) den Kleinstunternehmen zuzurechnen. In Deutschland lag ihr Anteil bei 83 %, in vielen anderen Ländern – z.B. in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Polen oder den Niederlanden – aber bei 94 bis 96%. Die soziale Schicht der Selbstständigen und Unternehmer ist also in ihrer weit überwiegenden Mehrheit mit dieser Unternehmenskategorie verbunden.

Auch die Arbeitskräfte der gewerblichen Wirtschaft sind zu einem großen Teil in Kleinstunternehmen beschäftigt. EU-weit lag der Anteil der Beschäftigten in den sogenannten Mikrounternehmen 2019 bei 29 %. In Griechenland, der Slowakei und Italien waren es sogar über 40 %. In Spanien und Polen arbeitete gut ein Drittel der Beschäftigten in Kleinstunternehmen. Deutlich geringer war der Beschäftigtenanteil dieser Unternehmenskategorie unter anderem in Frankreich (23 %) und Schweden (20 %). Deutschland rangierte am unteren Ende dieser Skala, aber auch hierzulande war immerhin noch fast jede fünfte Arbeitskraft (19 %) in einer Firma mit maximal 9 Beschäftigten tätig.

Ausgabe: 01/2022
Reihe: 53
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