Opfer des Straßenverkehrs in der EU

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Infografik Nr. 755098

Opfer des Straßenverkehrs in der EU

Durch Unfälle auf den Straßen der EU-Mitgliedstaaten verloren 2015 rund 26000 Menschen ihr Leben. Außerdem waren schätzungsweise 135000 Schwerverlet ...

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Opfer des Straßenverkehrs in der EU

Durch Unfälle auf den Straßen der EU-Mitgliedstaaten verloren 2015 rund 26000 Menschen ihr Leben. Außerdem waren schätzungsweise 135000 Schwerverletzte zu beklagen. Nach einer anderen Schätzung kommen auf jeden Todesfall im Straßenverkehr vier dauerhaft Schwerbehinderte, acht Schwerverletzte und 50 Leichtverletzte. Die sozialen Kosten dieser Unfälle – Ausgaben für Krankenhausaufenthalte, Rehabilitation, Sachschäden usw. – addieren sich Jahr für Jahr auf mindestens 100 Milliarden €.

Unbestritten ist, dass die Verkehrssicherheit während der letzten 25 Jahre fast kontinuierlich zugenommen hat. 1991 ereigneten sich in den heutigen EU-Ländern im Durchschnitt 160 tödliche Unfälle je 1 Mio Einwohner. In den baltischen Staaten und in Portugal kamen damals sogar mehr als 300 Menschen je 1 Mio Einwohner bei Verkehrsunfällen ums Leben. Bis zum Jahr 2000 sank diese Quote auf 117. Im folgenden Jahrzehnt, bis 2010, halbierte sie sich fast noch einmal: auf 63 Unfalltote je 1 Mio Einwohner. Seitdem verlangsamte sich der Rückgang der Opferzahlen jedoch. 2015 starben EU-weit noch rund 52 Menschen je 1 Mio Einwohner bei einem Verkehrsunfall.

Dass die Vergleichszahlen für andere Weltregionen weit höher liegen, kann über die stagnierende Entwicklung in Europa nicht hinwegtäuschen: Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO für das Jahr 2015 kamen weltweit 174 Menschen je 1 Mio Einwohner im Straßenverkehr ums Leben; mehrere afrikanische Staaten wiesen eine Todesrate von 300 und mehr auf; in Brasilien lag sie bei 234, in Russland bei 189, in China bei 188, in Indien bei 166 und in den USA bei 106 Unfalltoten je 1 Mio Einwohner.

Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr zwischen 2010 und 2020 um die Hälfte zu reduzieren, das heißt von 31500 auf weniger als 16000. Dieses Ziel liegt aber in weiter Ferne. Ursachen dafür sieht die Europäische Kommission u.a. in häufigeren Kollisionen zwischen motorisierten und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern, in der wachsenden Zahl älterer Teilnehmer am Straßenverkehr, in Defiziten bei der Unterhaltung der Straßen und der Fahrzeuge und in verändertem Verkehrsverhalten, etwa durch Nutzung von Handys während der Fahrt. Nach wie vor bestehen große Unterschiede im Verkehrsunfallgeschehen der EU-Mitgliedstaaten. Besonders im Osten und Südosten der EU liegt die Zahl der Verkehrstoten je 1 Mio Einwohner noch weit über dem EU-Durchschnitt. So kamen 2015 in Bulgarien und Rumänien 95 Menschen auf 1 Mio Einwohner bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Malta, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien aber weniger als 30, in Deutschland 43.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2016
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