Unterschiede der Lebenserwartung

Unterschiede der Lebenserwartung

Infografik Nr. 603165

Unterschiede der Lebenserwartung

Auf der Erde werden jedes Jahr rund 135 Millionen Kinder geboren, deren weiteres Schicksal davon abhängt, ob sie in einem armen oder reichen Land zur W ...

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Unterschiede der Lebenserwartung

Auf der Erde werden jedes Jahr rund 135 Millionen Kinder geboren, deren weiteres Schicksal davon abhängt, ob sie in einem armen oder reichen Land zur Welt kommen, ob ihre Existenz durch Hunger, Krankheit oder Krieg bedroht bleibt oder ob sie am Wohlstand einer entwickelten Gesellschaft teilhaben können. So liegt die mittlere Lebenserwartung eines neugeborenen Kindes in vielen ärmeren Entwicklungsländern unter 50 Jahren, während es in den reichen Industrieländern eine Lebensspanne von durchschnittlich 80 Jahren vor sich hätte. Diese Unterschiede sind insbesondere auf den Stand des öffentlichen Gesundheitswesens und der ärztlichen Versorgung zurückzuführen. Eine bedeutende Rolle spielen aber auch die Ernährungssituation, die allgemeinen hygienischen Bedingungen, die klimatischen Gegebenheiten, das Ausbildungsniveau und die Art und Intensität der Erwerbsarbeit. Darüber hinaus hängt es nicht zuletzt von der Qualität der politischen Führung und der Stabilität eines Landes ab, ob Verbesserungen, die zum Anstieg der Lebenserwartung führen, überhaupt möglich sind.

Nach Angaben der Weltbank für das Jahr 2011 liegt vor den Kindern, die in der Schweiz oder in Japan zur Welt kommen, mit durchschnittlich 83 Jahren die längste Lebenszeit. Eine Lebenserwartung von 82 Jahren haben die Neugeborenen in Spanien, Italien, Frankreich, Schweden oder Australien; 81 Jahre werden u.a. in Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Kanada erreicht. In Osteuropa liegt die Lebenserwartung bei der Geburt zwischen 80 Jahren in Slowenien und 69 Jahren in Russland. Von den beträchtlichen Entwicklungsfortschritten in China, dem volkreichsten Land der Erde, zeugt die dort inzwischen auf 73 Jahre angestiegene Lebenserwartung. In Indien werden 65 Jahre erreicht.

Dagegen beläuft sich die durchschnittliche Lebensspanne in Sierra Leone oder im Kongo auf nur 48 Jahre und in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zusammen auf 55 Jahre. Allerdings hat die Lebenserwartung in dieser Weltregion zuletzt wieder zugenommen, nachdem sie in den 1990er Jahren zurückgegangen war. Das ist insbesondere der Ausweitung von Programmen zur Behandlung von Aids und zur Vorbeugung von Kinderkrankheiten zu verdanken. Betrachtet man die Gesamtheit der Entwicklungsländer (d.h. der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen), so liegt die Lebenserwartung der Neugeborenen dort mit 68 Jahren schon höher als in den Industriestaaten zu Beginn des 20. Jh. Allein seit 1960 ist sie um mehr als 20 Jahre gestiegen, und zwar vor allem deshalb, weil die Rate der Kindersterblichkeit je 1000 Lebendgeborene von rund 230 (1960) auf 56 (2011) gesenkt werden konnte.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 05/2013
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