Alternde Menschheit

Alternde Menschheit

Infografik Nr. 603173

Zwei Faktoren vor allem bestimmen auch in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklung der Weltbevölkerung: Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt weiterhin zu, während die Fruchtbarkeit zurückgeht, wenn auch nicht so rasch und so stark wie vor einigen Jahren noch angenommen wurde. Davon ausgehend zeichnen sich Veränderungen im Altersaufbau der Weltbevölkerung ab, wie sie in den alternden Industriestaaten schon heute zu beobachten sind.

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Zwei Faktoren vor allem bestimmen auch in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklung der Weltbevölkerung: Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt weiterhin zu, während die Fruchtbarkeit (d.h. die Anzahl der Kinder, die eine Frau zur Welt bringt) zurückgeht, wenn auch nicht so rasch und so stark wie vor einigen Jahren noch angenommen wurde. Davon ausgehend zeichnen sich Veränderungen im Altersaufbau der Weltbevölkerung ab, wie sie in den alternden Industriestaaten schon heute zu beobachten sind. Die steigende Lebenserwartung hat zur Folge, dass die einzelnen Geburtsjahrgänge mit vorrückenden Jahren nicht so rasch schrumpfen und mehr Menschen ein hohes Alter erreichen. Zugleich führt die sinkende Fruchtbarkeit dazu, dass sich der Zuwachs an Neugeborenen verlangsamt. Gleicht der Altersaufbau schnell wachsender Bevölkerung einer Pyramide, bei der jeder Jahrgang zahlenmäßig stärker ist als der vorhergehende, so nimmt er bei steigender Lebenserwartung und schwächerem Geburtennachschub die Form einer Urne oder Vase an. Dabei sind die jüngeren und mittleren Jahrgänge annähernd gleich stark besetzt und erst die oberen Jahrgänge schrumpfen rasch.

In dem Maß, wie die Dynamik des Bevölkerungsgeschehens abnimmt, altert eine Gesellschaft – eine Erscheinung, die in den nächsten Jahrzehnten verstärkt auch auf die Länder der Dritten Welt übergreift. Blickt man zurück auf das Jahr 1950, so ist das mittlere Alter der Bevölkerung in den • entwickelteren Regionen der Erde seitdem von 28,5 auf 41,0 Jahre (2015) gestiegen. Bis 2050 klettert es nach aktuellen Vorausschätzungen der Vereinten Nationen weiter auf 46,0 Jahre. (Das mittlere Alter teilt eine Bevölkerung gewissermaßen in zwei Hälften: die eine ist jünger, die andere älter als dieser Zentralwert.) In den • weniger entwickelten Regionen hat sich das mittlere Alter in den letzten Jahrzehnten nicht ganz so stark verändert: Zwischen 1950 und 2015 stieg es von 21,4 auf 27,7 Jahre. Der eigentliche Altersschub steht dort erst noch bevor: Wenn die demographische Entwicklung in den angenommenen Bahnen verläuft, verschiebt sich der Altersmittelpunkt dort bis 2050 auf 34,9 Jahre.

Für die gesamte Weltbevölkerung steigt das mittlere Alter von 23,6 Jahren (1950) über 29,6 Jahre (2015) auf 36,2 Jahre (2050). In Europa, der heute schon bejahrtesten Weltregion, schreitet die „Vergreisung“ weiter fort. Ab 2040 liegt das mittlere Alter der Europäer bei mehr als 47 Jahren. In Deutschland klettert es von heute 45,9 auf 49,2 Jahre (2050). Noch höher liegt es 2050 u.a. in Polen (51,2), Spanien (53,2), Italien (53,6), Taiwan (54,2), Japan (54,7) und Südkorea (56,5 Jahre).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2019
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