Die schwersten Erdbeben

Die schwersten Erdbeben

Infografik Nr. 603051

In den erdbebengefährdeten Regionen der Erde leben Millionen von Menschen. Nach wie vor ist es unmöglich, ein Erdbeben exakt vorherzusagen, doch sind die Ursachen der zerstörerischen Erdbewegungen bekannt.

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Am 11. März 2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,1 — eines der schwersten in der Geschichte — die Ostküste Japans. Die durch das Beben ausgelöste Flutwelle verwüstete die Küstengebiete und führte zu gravierenden Schäden an mehreren Atomkraftwerken. Rund 18 500 Menschen kamen ums Leben. In den erdbebengefährdeten Regionen der Erde leben Millionen von Menschen in Sorge vor ähnlichen Ereignissen. Nach wie vor ist es unmöglich, ein Erdbeben exakt vorherzusagen, doch sind die Ursachen der zerstörerischen Erdbewegungen bekannt. Man weiß heute, dass die Erdkruste — die äußere, vergleichsweise dünne Schicht der Erdkugel — keine geschlossene Schale bildet, sondern aus etwa einem Dutzend großer und zahlreichen kleineren tektonischen Platten besteht, die ihre Lage zueinander verändern. Wo diese Platten aneinanderstoßen und sich übereinander schieben, entstehen Spannungen im Gestein, die sich von Zeit zu Zeit schlagartig entladen. Neun von zehn Erdbeben werden durch solche Vorgänge in den äußeren Erdschichten hervorgerufen. Sie treten daher meist entlang der Plattenfugen auf; das Innere der Kontinentalplatten ist dagegen weitgehend erdbebenfrei. Weltweit ereignen sich jährlich rund 150 000 Erdbeben von spürbarer Stärke, darunter 150 größere Erdbeben (ab Stärke 6).

Ein Erdbeben hat seinen Ursprung an einem Ort im Erdinneren (Hypozentrum). Dazu lässt sich jeweils ein Punkt an der Erdoberfläche ausmachen, an dem das Beben am stärksten in Erscheinung tritt (Epizentrum). Mögliche Auswirkungen eines Erdbebens sind Erdrutsche, Geländeverschiebungen, Verwerfungen und Kraterbildungen sowie Flutwellen (Tsunamis), die sich über große Entfernungen ausbreiten können. In besiedelten Gebieten werden Gebäude und Anlagen zerstört, Menschen verletzt und getötet. Die Stärke eines Erdbebens wird meist in Einheiten der Richter-Skala angegeben, die sich auf seismographische Messungen stützt. Die Skala ist logarithmisch eingeteilt: ein Anstieg des Skalenwerts um 1 bedeutet, dass der Seismograph 10-mal so stark ausschlägt und das Erdbeben sogar 32-mal so viel Energie freisetzt. Die Mercalli-Skala orientiert sich dagegen an den sichtbaren und spürbaren Auswirkungen eines Bebens und erstreckt sich über zwölf Stufen — von „unmerklich“ bis „große Katastrophe“.

Nachrichten von großen Erdbeben lassen sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Die bisher wohl größte Zahl an Todesopfern forderte das Erdbeben in Shaanxi (China) am 23. Januar 1556 (830 000 Tote). Beim Erdbeben von Lissabon 1755 kamen 70 000 Menschen um. Erdbeben können aber auch heute — wie 2004 in Südostasien oder 2010 in Haiti — für Hunderttausende zum tödlichen Verhängnis werden.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2019
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