Deutsche Entwicklungshelfer in aller Welt

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Deutsche Entwicklungshelfer in aller Welt

In vielen Ländern der Dritten Welt, die in den fünfziger und sechziger Jahren ihre Unabhängigkeit erlangten, wurde der Mangel an Fachkräften bald als ein entscheidendes Entwicklungshemmnis erkannt. Um diese Lücke schließen zu helfen, wurden in Deutschland wie in anderen Industrieländern so genannte Entwicklungsdienste ins Leben gerufen, darunter die katholische Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (1959) und die evangelischen Dienste in Übersee (1960). Am 24.6.1963 erfolgte in Bonn die Gründung des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), einer privaten gemeinnützigen GmbH, an der die Bundesrepublik Deutschland und der Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee als Gesellschafter beteiligt waren. Finanziert wurde der Dienst aus Mitteln des Bundes.

Anfang 2011 wurde der DED mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Weiterbildungsorganisation InWEnt zur neuen bundeseigenen Entwicklungsagentur Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschmolzen. Erklärtes Ziel dieser Neuordnung war es, die Kompetenzen der drei Organisationen zu bündeln und ineffiziente Doppelstrukturen abzuschaffen. Die GIZ stützt sich in ihrer Beratungstätigkeit auf einen breiten Stamm gut ausgebildeter Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung, die staatlichen und privaten Partnern in Schwellenländern und in der Dritten Welt, künftig aber auch in Industrieländern, zur Mitarbeit zur Verfügung stehen. Die von der GIZ entsandten Entwicklungshelferinnen und ?helfer unterscheiden sich von anderen Fachkräften dadurch, dass sie ohne Erwerbsabsicht in Entwicklungsländern tätig werden, „um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen“. Sie verpflichten sich für eine Dienstzeit von zwei bis sechs Jahren und erhalten währenddessen ein Unterhaltsgeld.

Anfang 2011 waren bei der GIZ rund 1100 Entwicklungshelferinnen und -helfer unter Vertrag. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der ländlichen Entwicklung. Dabei geht es vor allem um den Ausbau der ländlichen Infrastruktur und die Sicherung der natürlichen Ressourcen. Sie leisten aber auch Hilfe beim Aufbau von Gesundheitsdiensten und in der Gesundheitserziehung, bei der Förderung und Beratung kleiner Unternehmen und Genossenschaften, beraten zivilgesellschaftlichen Organisationen (z.B. Menschenrechtsorganisationen) und lokale Verwaltungen, engagieren sich in der Lehrerfortbildung und trainieren mit Einheimischen Methoden ziviler Konfliktbewältigung. Zu den neueren Aufgaben gehören die Konzeptentwicklung und Beratung in Bezug auf Folgen der globalen Klimaveränderung für Forstwirtschaft, Pflanzenanbau und Tierzucht.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 8/2011
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