Die Welt-Einkommensklassen

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Arme und reiche, entwickelte und unterentwickelte Länder der Erde sind durch eine tiefe Kluft voneinander getrennt. Es gibt offenbar keine einfachen Lösungen, durch die das Auseinanderdriften der Lebensbedingungen auf unserem Planeten verhindert werden könnte. Auch innerhalb der sogenannten Dritten Welt sind wachsende Gegensätze aufgebrochen. So haben sich die Länder Ost- und Südasiens seit den 1990er Jahren mit zunehmendem Erfolg in die Weltwirtschaft integriert; dagegen sind die meisten Staaten Afrikas noch weiter zurückgefallen.

Da viele Aspekte im Leben einer Gesellschaft mit ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zusammenhängen, sind Bruttoinlandsprodukt und Nationaleinkommen nach wie vor die gebräuchlichsten Gradmesser für den erreichten Entwicklungsstand. Die verfügbaren Daten beruhen zwar oft auf unsicheren, unvollständigen und uneinheitlichen Grundlagen, vermitteln aber dennoch einen groben Eindruck von den in der Welt bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichten. Nach Berechnungen und Schätzungen der Weltbank erzielten die mehr als 210 Staaten und Territorien der Erde 2016 mit einer Bevölkerung von rund 7,4 Milliarden Menschen eine Produktionsleistung (BIP) von umgerechnet 75543 Milliarden US-$. Auf die USA als führende Wirtschaftsnation entfielen davon allein 18569 Mrd $; China kam auf 11199 Mrd $, Japan auf 4939 Mrd $, die EU mit ihren 28 Mitgliedstaaten auf 16398 Mrd $. Mehr als drei Viertel der Weltwirtschaftsleistung konzentrierten sich auf die in der G-20 vertretenen führenden Industrie- und Schwellenländer; knapp ein Viertel blieb für die übrige Welt.

Ein gespaltenes Bild ergibt auch die von der Weltbank vorgenommene Unterteilung der Staaten nach dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen. So erzielten die reichen Industrie- und Ölstaaten (high income economies) im Jahr 2016 ein Nationaleinkommen von durchschnittlich 41046 US-Dollar je Einwohner. Die 56 Länder der nächstfolgenden Einkommensklasse (upper middle income), zu denen auch China gehört, kamen auf rund 8202 $ pro Kopf. Für die 53 Länder der unteren Mittelgruppe (lower middle income), darunter Indien, errechnete sich ein Pro-Kopf-Nationaleinkommen von 2079 $. Noch weit darunter lagen die 31 ärmsten Länder (low income economies) mit durchschnittlich 612 $ pro Kopf.

Zum Zweck des internationalen Vergleichs rechnet die Weltbank die nationalen Einkommensgrößen anhand des über drei Jahre gemittelten Wechselkurses in US-Dollar um. Gemessen an der Kaufkraft der Pro-Kopf-Einkommen fallen die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern geringer aus.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2017
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