Bevölkerungsausblick bis 2060

Bevölkerungsausblick bis 2060

Infografik Nr. 021107

Die 14. Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder wagt eine Prognose zur Entwicklung der Bevölkerung Deutschlands bis zum Jahr 2060. Solche weit ausgreifenden Berechnungen sollen zeigen, in welchen Bahnen das künftige Bevölkerungsgeschehen verlaufen kann.

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Die Frage, wie sich die Bevölkerung Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird, bleibt dauerhaft aktuell. Einen neuen Beitrag zur öffentlichen Debatte leistet die bis zum Jahr 2060 reichende 14. Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder. Solche weit ausgreifenden Berechnungen sollen zeigen, in welchen Bahnen das künftige Bevölkerungsgeschehen verlaufen kann. Um die Bandbreite möglicher Entwicklungen deutlich zu machen, werden mehrere Varianten durchgerechnet, denen jeweils unterschiedliche Annahmen zugrunde liegen. Ausgangspunkt der Berechnung sind die aktuellen Bevölkerungstrends, die den künftigen Gang der Dinge noch auf Jahre hinaus vorbestimmen.

Gegenüber der letzten Bevölkerungsvorausberechnung aus dem Jahr 2015 macht sich schon zu Beginn der Einfluss der starken Zuwanderung von 2015/16 bemerkbar. Diese hatte einen unvorhersehbaren Bevölkerungszuwachs und eine Verjüngung des Altersaufbaus zur Folge. Für den weiteren Verlauf stützen sich die hier vorgestellten Varianten der Vorausberechnung auf unterschiedliche Annahmen zur Geburtenrate, zur Entwicklung der Lebenserwartung und zum Umfang der jährlichen Wanderungsüberschüsse.

Die Geburtenrate zeigt seit 2012 einen deutlichen Anstieg. Nach den Verhältnissen des Jahres 2017 bringt eine Frau im Lauf ihres Lebens rechnerisch 1,57 Kinder zur Welt. Da dies nach wie vor nicht genügt, um die Elterngeneration zahlenmäßig zu ersetzen, schrumpft die Bevölkerung auf lange Sicht. Auch eine Zunahme der Geburtenrate auf 1,7 Kinder je Frau (wie in der Variante einer „relativ jungen Bevölkerung“) würde den natürlichen Bevölkerungsrückgang nur verlangsamen. Für die künftige Bevölkerungszahl ist weiter entscheidend, wie lange die Menschen leben. In ihren Hauptvarianten geht die Vorausberechnung davon aus, dass die Lebenserwartung mäßig ansteigt: für neugeborene Jungen auf 84,4 Jahre, für Mädchen auf 88,1 Jahre. (In weiteren Varianten wird auch die Möglichkeit eines geringeren oder noch höheren Anstiegs der Lebenserwartung durchgespielt.) Den größten Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung hat die Zuwanderung, deren Umfang jedoch am wenigsten im voraus kalkulierbar ist.

Aus der Kombination der Elemente ergibt sich ein ganzer Fächer möglicher Zukunftsentwicklungen. Fallen Zuwanderung und Geburtenrate relativ niedrig aus, ist ein Rückgang der Bevölkerung auf 74 Mio im Jahr 2060 denkbar. Wird dagegen ein deutlicher Anstieg der Geburtenhäufigkeit und eine stärkere Zuwanderung angenommen, wächst die Bevölkerung bis 2030 auf 84,4 Mio und hält sich dann auf diesem Niveau. Im Vergleich zur 13. Vorausberechnung liegen alle diese Varianten im Endjahr um mehrere Millionen höher.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2019
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