Die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens

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Die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens

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Die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens

Nordrhein-Westfalen ist mit 17,84 Millionen Einwohnern (2011) das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik Deutschland. Der Fläche nach nimmt es mit 34098 km² aber nur den vierten Rang ein. Entsprechend hoch ist die Bevölkerungsdichte: Während im gesamten Bundesgebiet im Durchschnitt 229 Menschen auf einem Quadratkilometer leben, sind es in Nordrhein-Westfalen 523. Auch innerhalb des Landes schwankt die Siedlungsdichte beträchtlich. So leben in den kreisfreien Städten auf gleichem Raum mehr als fünfmal so viele Menschen wie in den übrigen Landesteilen.

Vor dem 2. Weltkrieg hatte das heutige Gebiet Nordrhein-Westfalens rund 11,9 Mio Einwohner. In der Nachkriegszeit, als das Land zum industriellen Zentrum des Wiederaufbaus wurde und mehr als 3 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen eine neue Heimat bot, wurde diese Zahl sehr schnell übertroffen. 1961 zählte man bereits 15,9 Mio Einwohner. Neben den hohen Geburtenüberschüssen des „Babybooms“ trug die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte dazu bei, dass die Bevölkerung bis 1970 auf 16,9 Mio wuchs. Mit dem so genannten Pillenknick ging jedoch die Zahl der Geburten so dramatisch zurück, dass ab 1972 die Todesfälle überwogen. Erst in den 1990er Jahren wurden zeitweise noch einmal mehr Geburten als Sterbefälle registriert. Zuletzt waren die Sterbefälle aber wieder deutlich in der Überzahl. Die Geburtenhäufigkeit erreichte 2011 (mit 8,0 Lebendgeborenen je 1000 Einwohner) ihren bisher niedrigsten Stand überhaupt. So bietet Nordrhein-Westfalen, wie auch Deutschland im Ganzen, das Bild einer alternden, langfristig schrumpfenden Bevölkerung. 2011 lebten an Rhein und Ruhr bereits mehr Menschen im Rentenalter (ab 65) als Kinder und Jugendliche (unter 18); die Senioren machten 20%, die Jungen 18% der Gesamtbevölkerung aus. Mit steigender Lebenserwartung und weiterhin niedrigen Geburtenzahlen verlagert sich der Bevölkerungsschwerpunkt immer mehr zu den älteren Jahrgängen.

Die Zuwanderung jüngerer Menschen könnte diesen Prozess verlangsamen. Schon in den letzten Jahrzehnten wurde das Bevölkerungsgeschehen in NRW stark durch Wanderungsprozesse überformt. Nach der Arbeitskräfteimmigration der 1960er Jahre kam es im Gefolge der beiden Ölkrisen zu umfangreicher Abwanderung. Vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen in Europa zogen dann aber allein 1988-1993 rund 1 Million Menschen aus dem übrigen Bundesgebiet und dem Ausland zu. Ab 2004 war die Zuwanderung jedoch nicht mehr stark genug, um die natürlichen Bevölkerungsverluste aufzufangen. 2008/09 überwogen vorübergehend sogar wieder die konjunkturbedingten Abwanderungen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 09/2012
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