Bevölkerung in den Ländern 2070

Bevölkerung in den Ländern 2070

Infografik Nr. 021109

In einer Serie von Modellrechnungen präsentieren die statistischen Ämter der Bundesrepublik die Bevölkerungsentwicklung von morgen – abhängig von der Geburtenrate, der Lebenserwartung und der Zuwanderung. In den meisten Modellen müssen die Bundesländer mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen. Welche Folgen hätte das für Ihr Land?

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Wie wird unsere Gesellschaft in einigen Jahrzehnten aussehen? Wer verdient die Einkommen und zahlt die Renten? Gibt es genügend Kinder und ausreichend Menschen im Erwerbsalter? Und wie groß ist die Bevölkerung dann überhaupt? Antworten auf solche Frage sollen die Bevölkerungsvorausberechnungen liefern, die von den Statistischen Ämtern der Bundesrepublik alle paar Jahre durchgeführt werden, zuletzt für den Zeitraum von 2025 bis 2070. In diese modellhaften Berechnungen werden neben der aktuellen Altersstruktur der Bevölkerung verschiedene Annahmen über die künftige Entwicklung der Geburten, der Lebenserwartung und der Wanderungen eingespeist, so dass sich am Ende eine ganze Bandbreite denkbarer Zukunftspfade ergibt. Insgesamt spielen die Statistischen Ämter 30 verschiedene Szenarien durch, darunter neun Hauptvarianten. Je nachdem, wie hoch die Geburtlichkeit, der Anstieg der Lebenserwartung und die jährliche Zuwanderung veranschlagt werden, bewegt sich der Bevölkerungsstand Deutschlands im Jahr 2070 zwischen 63,9 und 86,5 Millionen.

Auf der Grundlage von drei Modellvarianten der 16. Bevölkerungsvorausberechnung liegen nun auch aufeinander abgestimmte Zahlenreihen für die einzelnen Bundesländer vor. Alle drei Varianten gehen übereinstimmend davon aus, dass Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung leicht ansteigen, sie unterscheiden sich aber in den Annahmen über die Zuwanderung. Im ersten Fall beliefe sich die Netto-Zuwanderung (Zuzüge minus Fortzüge) langfristig auf 150000 pro Jahr, im zweiten Fall auf 250000 pro Jahr und im dritten Fall auf 350000 pro Jahr. An diesen Wanderungsgewinnen sind die einzelnen Bundesländer in unterschiedlichem Maß beteiligt. In der hier betrachteten mittleren Variante schrumpft die Bevölkerung ausgehend von 83,6 Mio (Ende 2024) kontinuierlich und liegt 2070 mit 74,7 Mio um knapp 11% niedriger als am Anfang. Für die ostdeutschen Flächenländer sind unter diesen Annahmen weitere massive Bevölkerungsverluste absehbar.

Gegenüber 2024 schrumpfen ihre Einwohnerzahlen um 13 bis 29%. Die west- und norddeutschen Flächenländer, darunter Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, büßen 10 bis 18% ihres derzeitigen Bevölkerungsbestands ein, während die südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen einen Bevölkerungsrückgang um 7 bis 8% zu erwarten haben. Mit einer langfristig wachsenden Bevölkerung können nur die beiden großen Stadtstaaten Berlin und Hamburg rechnen.

Ausgabe: 01/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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