Die gesetzliche Rentenversicherung

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Die gesetzliche Rentenversicherung

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Die gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Pflichtversicherung, in die grundsätzlich alle Arbeitnehmer einbezogen sind, darüber hinaus auch Auszubildende, Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, Pflegepersonen, Bezieher von Arbeitslosengeld und ein großer Teil der Selbstständigen, nicht jedoch Beamte, für die es ein eigenständiges Versorgungssystem gibt. Durch die Zahlung von Renten an die Versicherten (und deren Hinterbliebene) bietet sie Schutz gegen die sozialen Risiken des Alters und der Invalidität; sie finanziert Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und leistet Zuschüsse zur Krankenversicherung der Rentner. Die dafür erforderlichen Mittel werden durch Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber sowie durch Zuschüsse des Bundes aufgebracht.

Im sozialen Netz der Bundesrepublik Deutschland nimmt die Rentenversicherung eine zentrale Stellung ein. Das machen schon die Zahlenverhältnisse deutlich. So gab es in Deutschland Ende 2011 über 52 Millionen Rentenversicherte (ohne Rentenbezieher). Davon waren 35,5 Mio aktiv versichert, in der Mehrzahl als versicherungspflichtig Beschäftigte (27,7 Mio). 2,4 Mio Bezieher von Arbeitslosengeld II waren nur aufgrund von Anrechnungszeiten versichert – für sie werden seit 2011 keine Beiträge mehr an die Rentenversicherung abgeführt. Hinzu kamen 16,9 Mio passiv Versicherte, auf deren Versicherungskonto früher einmal Versicherungszeiten gespeichert wurden. Damit war die große Mehrheit der Bevölkerung im Erwerbsalter in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen.

Auf der anderen Seite bezogen 20,6 Mio Menschen, d.h. etwa jeder vierte Bundesbürger, bereits Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. An sie zahlten die Rentenversicherungsträger Ende 2012 insgesamt 25,2 Mio Renten aus, davon 19,4 Mio Renten an Versicherte und 5,8 Mio Renten an Hinterbliebene (Witwen, Witwer, Waisen). Von den Versichertenrenten entfielen wiederum 1,7 Mio auf Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit („Frührenten“) und 17,7 Mio auf die eigentlichen Altersrenten.

Auf der Grundlage des so genannten Generationenvertrags sorgt die Rentenversicherung für die Umverteilung von Einkommen von den jüngeren, aktiven Jahrgängen zu den Älteren und Erwerbsunfähigen. Wegen der Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung ist dieses System aber wachsenden Belastungen ausgesetzt. Seit Beginn der 1990er Jahre wurden deshalb wiederholte Reformanläufe unternommen, um die Beitragsentwicklung zu dämpfen, das durchschnittliche Renteneintrittsalter anzuheben, die Nachhaltigkeit des Rentensystems zu sichern und die ergänzende private Altersvorsorge zu fördern.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 10/2013
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