Eintritt in den Ruhestand

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Eintritt in den Ruhestand

Für den Übergang aus dem Arbeitsleben in den Ruhestand hält das Rentenrecht mehrere Optionen bereit, die im Einzelfall einen gewissen Spielraum bei der Wahl der „passenden“ Rente lassen. Welche Rentenart jeweils in Frage kommt und wann der Rentenbeginn erfolgen kann, hängt vom Versicherungsverlauf (vor allem von den zurückgelegten Versicherungszeiten), vom augenblicklichen Sicherungsbedarf und von den persönlichen Präferenzen der Versicherten (früher oder später in Rente) ab.

Über mehrere Jahrzehnte wurden zunehmend Möglichkeiten für einen vorgezogenen Rentenbeginn genutzt, während die reguläre Altersgrenze von 65 Jahren stark an Bedeutung verlor. Auch um den Arbeitsmarkt zu entlasten, begünstigten die rentenrechtlichen Regelungen das vorzeitige Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Auf diese Weise wurden die Probleme der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu einem beträchtlichen Teil in die Rentenversicherung verschoben. Auf Dauer ließ sich dies aber nicht aufrechterhalten. Seit den 1990er Jahren wurden die Altersgrenzen für die meisten Rentenarten deshalb in mehreren Etappen angehoben. Rentenarten mit besonders frühem Beginn (Renten wegen Arbeitslosigkeit; Rente für Frauen) wurden für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1952 gestrichen. Zwar bleibt die vorzeitige Inanspruchnahme einiger Renten unter bestimmten Vorbedingungen weiterhin möglich, doch muss sie mit spürbaren Abschlägen auf die monatliche Rente erkauft werden. So entsteht ein finanzieller Anreiz, den Rentenbeginn aufzuschieben. Wer über die reguläre Altersgrenze hinaus arbeitet und Beiträge zahlt, kann dagegen mit deutlichen Zuschlägen rechnen.

An den Rentenzugängen des Jahres 2014 lassen sich die Auswirkungen dieser Reformen ablesen. Von den männlichen Rentenbeziehern entschieden sich 35 % für die Regelaltersrente; im Jahr 2000 waren es lediglich 25 %. Gleichzeitig bezogen nur noch 12 % der Neurentner eine Altersrente wegen Arbeitslosigkeit – gegenüber 43 % im Jahr 2000. Viele Rentner (27 %) nutzten aber die Möglichkeit der „Rente mit 63“: Diese Option eröffnete sich ab 1.7.2014 für besonders langjährig Versicherte (mit einer Versicherungszeit von 45 Jahren) – und zwar ohne Kürzung der Rente durch Abschläge.

Von den weiblichen Erstrentnerinnen machte jede fünfte (21 %) von der speziellen Altersrente für Frauen Gebrauch. Mehr als die Hälfte (51 %) bezog aber eine Regelaltersrente, für die schon eine fünfjährige Versicherungszeit ausreicht. Dabei sind jene Frauen noch nicht mitgerechnet, denen 2014 erst die „Mütterrente“ mit der Anrechnung zusätzlicher Versicherungsjahre für jede Geburt zu einer Altersrente verhalf.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2015
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