Bürgerschaftswahlen in Hamburg

Bürgerschaftswahlen in Hamburg

Infografik Nr. 093216

Die Hansestadt Hamburg hat seit den frühen 1990er Jahren mehrfach politische Stimmungsumschwünge erfahren. Im großstädtischen Milieu lockerten sich die traditionellen Parteibindungen; Protestgruppierungen kamen zu überraschenden, aber auch schnell vergänglichen Erfolgen; Mehrheiten wechselten auf dramatische Weise. Mit der Bürgerschaftswahl 2011 setzte sich die Serie spektakulärer Wahlentscheidungen fort. ...

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Die Hansestadt Hamburg hat seit den frühen 1990er Jahren mehrfach politische Stimmungsumschwünge erfahren. Im großstädtischen Milieu lockerten sich die traditionellen Parteibindungen; Protestgruppierungen kamen zu überraschenden, aber auch schnell vergänglichen Erfolgen; Mehrheiten wechselten auf dramatische Weise. Mit der Bürgerschaftswahl 2011 setzte sich die Serie spektakulärer Wahlentscheidungen fort. Nach dem vorzeitigen Ende der schwarz-grünen Koalition wandten sich die Hansestädter in Scharen wieder der SPD zu und verhalfen ihr mit 48,4 % der Stimmen zu einer absoluten Mehrheit in der Bürgerschaft. Entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hatte SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz, der die hanseatischen Tugenden von Fleiß, Verlässlichkeit und Kompetenz überzeugend verkörperte. Die CDU, die den Abgang ihres populären Spitzenmanns Ole von Beust nicht kompensieren konnte, fiel dagegen von 42,6 % (2008) auf nur noch 21,9 % der Stimmen zurück. Neben den GRÜNEN und der LINKEN schaffte erstmals nach zehn Jahren auch die FDP wieder den Sprung in die Bürgerschaft. Die Wahlbeteiligung markierte mit nur noch 57,8 % einen Tiefstand. 2011 galt ein neues, Parteien- und Personenwahl verbindendes Wahlrecht, nach dem die Wähler bis zu 5 Stimmen vergeben konnten. Wohl auch deshalb wurden deutlich mehr ungültige Stimmen als sonst gezählt (3,0 %).
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Ausgabe: 04/2011
Downloadvariante: eps
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