E-Government in Deutschland

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E-Government in Deutschland

Nach einer Definition, die an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer erarbeitet wurde, bezeichnet Electronic Government (oder E-Government) „die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien“. E-Government ermöglicht eine orts- und zeitunabhängige Kommunikation zwischen Staat und Verwaltung einerseits sowie Bürgern, Unternehmen und Organisationen andererseits. Darüber hinaus erleichtert es die Erledigung von Vorgängen innerhalb der Verwaltung und macht diese dadurch insgesamt effizienter. Wesentliche Elemente des E-Government sind • online zugängliche Informationssysteme (Anwendungsbeispiele: Ausschreibung öffentlicher Aufträge; Hochwasseralarmsystem; Vorschriftensammlung; Punktekonto in Flensburg); • Kommunikationssysteme (Austausch von E-Mails, Diskussionsforen, Videokonferenzen usw.); • Formulardienste (zum Download oder zur unmittelbaren Bearbeitung und Einsendung von Anmeldeformularen, Steuererklärungen, statistischen Fragebögen usw.); • Servicesysteme (zur Übermittlung von Verwaltungsbescheiden, Zulassungen, Genehmigungen usw.), ergänzt durch • Systeme des Dokumentenmanagements, welche die elektronische Bearbeitung von Verwaltungsprozessen bis hin zur Datenarchivierung ermöglichen.

Als Grundlage für die informationstechnische Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern wurde dem Grundgesetz 2009 der Artikel 91c hinzugefügt. Der darin vorgesehene IT-Planungsrat als Steuerungsgremium für die bundesstaatliche IT-Zusammenarbeit in der Verwaltung nahm 2010 seine Arbeit auf. Er formulierte eine Nationale E-Government-Strategie, nach der die elektronische Abwicklung von Behördenangelegenheiten auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene weiter vorangetrieben werden soll. Im Juni 2013 wurde das E-Government-Gesetz verabschiedet, das neben Regeln zur elektronischen Aktenführung auch eine Verpflichtung der Bundesbehörden zur Erreichbarkeit über De-Mail enthält. De-Mail ist ein Verfahren zum sicheren und nachweisbaren Versand elektronischer Dokumente.

Die heute verfügbaren E-Government-Angebote werden in wachsendem Umfang genutzt. 2011 machten bereits 50-60% der Unternehmen mit Internetzugang von der Möglichkeit Gebrauch, Behördeninformationen und amtliche Vordrucke online abzurufen und Formulare auf dem gleichen Weg zurückzusenden. Die Privathaushalte nutzen das Internet ebenfalls als Informationskanal, stehen dem Versand ausgefüllter Formulare aber nicht zuletzt aus Sorge um die Datensicherheit noch abwartend gegenüber.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 06/2013
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