Die Euro-Zone

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Im Rahmen der EU besteht seit dem 1.1.1999 eine Währungsunion, in der die nationalen Währungen durch den Euro als gemeinsame Währung abgelöst wurden. Die Euro-Währungszon ...

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Die Euro-Zone

Im Rahmen der EU besteht seit dem 1.1.1999 eine Währungsunion, in der die nationalen Währungen durch den Euro als gemeinsame Währung abgelöst wurden. Die Euro-Währungszone umfasste anfänglich elf der damals 15 EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Während Großbritannien und Dänemark den Beitritt zur Währungsunion ablehnten, verfehlten Griechenland und Schweden wesentliche Teilnahmekriterien. Griechenland wurde dann aber 2001 in die Euro-Währungszone aufgenommen. Alle Länder, die seitdem neu in die EU eintraten, verpflichteten sich, ihre Aufnahme in die Euro-Zone anzustreben. Als erstes Land der Beitrittsrunde 2004/07 schaffte Slowenien Anfang 2007 den Übergang zum Euro. Zypern und Malta folgten 2008, die Slowakei 2009, Estland 2011, Lettland 2014. Ab 1.1.2015 ist auch Litauen mit von der Partie. Die Euro-Zone umfasst damit 19 EU-Mitgliedstaaten (von insgesamt 28). Weitere Anwärter für die Aufnahme in den Euro-Club sind vorerst nicht in Sicht; sie müssten zunächst dem Europäischen Wechselkursmechanismus II beitreten, dem derzeit nur Dänemark angehört, und ihre Währung für zwei Jahre enger an den Euro anbinden.

Durch die Währungsunion wurden innerhalb der EU die Voraussetzungen für einen echten Binnenmarkt und die damit verbundenen Vorteile geschaffen: • Zwischen den teilnehmenden Staaten gibt es keine Wechselkursrisiken mehr; das erleichtert den Handel über die Grenzen. • Die Geld- und Kapitalmärkte werden durchlässiger. • Grenzüberschreitende Bankgeschäfte können schneller und kostengünstiger abgewickelt werden. • Es gibt mehr Preistransparenz und Wettbewerb, da sich die Güter- und Dienstleistungsangebote verschiedener Länder anhand der Euro-Preise unmittelbar miteinander vergleichen lassen.

Um den Wert des Euro dauerhaft zu sichern, sind die Teilnehmerstaaten im Rahmen des Stabilitätspakts weitreichende finanzpolitische Verpflichtungen eingegangen. Als unabhängige Instanz wacht die Europäische Zentralbank über die Stabilität der europäischen Währung. Die Bilanz der Währungsunion fällt bisher denn auch positiv aus, was die Zähmung der Inflation betrifft. Große Gefahren für den Zusammenhalt der Währungsunion gehen aber von der Schuldenlast einiger Staaten aus. Nachdem das Eurosystem in der seit 2009 anhaltenden Schuldenkrise mit milliardenschweren Krediten an hochverschuldete Mitgliedstaaten und weitreichenden Garantien der EZB vor dem drohenden Kollaps gerettet wurde, steht es angesichts schwacher Wirtschaftsdaten und ausbleibender Reformen vor neuen, schweren Herausforderungen.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 11/2014
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