Wachstumsstrategie Europa 2020

Wachstumsstrategie Europa 2020

Infografik Nr. 726205

Wachstumsstrategie Europa 2020

Die EU hatte sich im Jahr 2000 das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Gemeinschaft bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten ...

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Wachstumsstrategie Europa 2020

Die EU hatte sich im Jahr 2000 das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Gemeinschaft bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. Im Rahmen ihrer „Lissabon-Strategie“ wollte sie ein dauerhaftes Wachstum, mehr und bessere Arbeitsplätze und einen stärkeren sozialen Zusammenhalt erreichen. Aber die letzte Phase des zehnjährigen Programm-Zeitraums fiel mit der großen Finanz- und Wirtschaftskrise zusammen, durch die alte und neue Schwächen der europäischen Wirtschaft schonungslos aufgedeckt wurden.

Die vom Europäischen Rat im Juni 2010 gebilligte Nachfolgestrategie Europa 2020 hält deshalb an dem Vorhaben fest, das Wachstumspotenzial, die Wettbewerbsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt der EU zu stärken. Dahinter verbirgt sich die „Vision der europäischen sozialen Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts“, wie die Europäische Kommission in ihrem Strategieentwurf formuliert: eine Kombination aus intelligentem und nachhaltigem Wachstum mit hoher Beschäftigung und sozialer Sicherung.

In fünf Kernzielen ist beispielhaft vorgegeben, was die neue Wachstumsstrategie bewirken soll. Sie sind so konkret formuliert, dass sich die erreichten Fortschritte leicht überprüfen und zwischen den EU-Ländern vergleichen lassen: • Beschäftigung: Die Quote der Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren soll bis 2020 auf 75 % ansteigen. • Forschung/Innovation: Um dem Ziel einer auf Wissen und Innovation gestützten Wirtschaft näher zu kommen, sollen jährlich 3 % des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung investiert werden. • Klimaschutz/Energie: Der Ausstoß von Treibhausgasen soll um 20 % gegenüber 1990 sinken, der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 20 % steigen, die Energieeffizienz der Wirtschaft um 20 % zunehmen. • Bildung: Weniger als 10 % eines Jahrgangs sollen die Schule abbrechen, mindestens 40 % einen Hochschulabschluss erwerben. • Armutsbekämpfung: Die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung Gefährdeten soll EU-weit um 20 Millionen sinken.

Damit der Reformprozess beschleunigt und besser koordiniert wird, gibt die EU zehn Integrierte Leitlinien vor, an denen sich die Mitgliedstaaten bei der Ausgestaltung ihrer Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik ausrichten sollen. Die Mitgliedstaaten legen ihrerseits Nationale Reformprogramme vor, in denen sie – jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren – darlegen, wie sie die Ziele der Strategie 2020 erreichen wollen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 09/2010
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