Die Megastädte von morgen

Die Megastädte von morgen

Infografik Nr. 603140

2018 leben rund 7 % der Weltbevölkerung in Megastädten; dieser Anteil steigt bis 2035 voraussichtlich auf nahezu 10 %. Die UN Population Division (UNPD) schreibt den Städten eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Versorgung großer Bevölkerungsteile mit grundlegenden Diensten, u.a. im Bildungs- und Gesundheitswesen, zu. In dichtbesiedelten städtischen Regionen lassen sich Wohnraum, Verkehrsmittel, Strom, Gas, Wasser und Kanalisation kostengünstiger und umweltschonender bereitstellen als in ländlichen Regionen.

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Verstädterung (Urbanisierung) ist eine Erscheinung des globalen Wandels in den letzten 100 bis 150 Jahren. Angetrieben vom starken Bevölkerungswachstum, schritt der Verstädterungsprozess seit Mitte des 20. Jahrhunderts in beschleunigtem Tempo voran. Von 1950 bis heute (2018) wuchs die in Städten lebende Bevölkerung weltweit von 751 Millionen auf 4,2 Milliarden. Während sich die gesamte Menschheit in diesem Zeitraum um durchschnittlich 1,6 % pro Jahr vermehrte, nahm die städtische Bevölkerung – nicht zuletzt durch die Zuwanderung aus ländlichen Räumen – um jährlich 2,6 % zu. 2009 umfasste sie erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung; ihr heutiger Anteil (2018: 55 %) wird bis 2050 voraussichtlich auf 68 % ansteigen. In der Entstehung sogenannter Megastädte findet diese Entwicklung ihren exemplarischen Ausdruck.

Als Megastädte bezeichnet man Ballungszentren mit mehr als 10 Millionen Einwohnern. • 1950 gab es erst zwei Agglomerationen dieser Größenordnung: New York/Newark (USA) mit 12,3 Mio und Tokio (Japan) mit 11,3 Mio Einwohnern. • Bis 1975 kamen Osaka und Mexico City als Zehn-Millionen-Metropolen hinzu. • 2018 gibt es nach Daten der UN Population Division (UNPD) bereits 33 Ballungszentren dieser Kategorie, davon 20 in Asien, sechs in Lateinamerika, drei in Afrika sowie jeweils zwei in Nordamerika und Europa. Unter ihnen nehmen die Stadtregionen Tokio, Delhi und Shanghai die ersten Ränge ein – Tokio mit 37,5 Mio Einwohnern an der Spitze. • Im Jahr 2035, so die UNDP-Prognose, wird die Einwohnerzahl in 48 städtischen Ballungsräumen die Marke von 10 Millionen überschreiten.

2018 leben rund 7 % der Weltbevölkerung in Megastädten; dieser Anteil steigt bis 2035 voraussichtlich auf nahezu 10 %. Während die Bevölkerung Tokios und Osakas künftig leicht zurückgeht, wachsen Megastädte wie Delhi, Shanghai, Dhaka, Kinshasa und Lagos weiterhin mit Riesenschritten. Delhi wird Tokio voraussichtlich um 2028 als größte Stadt der Welt überrunden. Unterhalb der Megastädte gibt es 2018 weltweit rund 520 Agglomerationen mit mehr als 1 Million Einwohner; 2035 werden es mehr als 710 sein.

UNPD schreibt den Städten eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Versorgung großer Bevölkerungsteile mit grundlegenden Diensten, u.a. im Bildungs- und Gesundheitswesen, zu. In dichtbesiedelten städtischen Regionen lassen sich Wohnraum, Verkehrsmittel, Strom, Gas, Wasser und Kanalisation kostengünstiger und umweltschonender bereitstellen als in ländlichen Regionen. Einer vorausschauenden Stadtplanung und -verwaltung kommt dabei maßgebliche Bedeutung zu.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2018
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