Big Data

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Infografik Nr. 686476

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Aus welchen Quellen speist sich das globale digitale Datenvolumen, was ist Big Data?

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Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Digitale Revolution, deren Bedeutung durchaus mit der industriellen Revolution vor 250 Jahren zu vergleichen ist, den gesamten Planeten erfasst. Grundlage dieser Revolution sind winzige Mikrochips – hauchdünne Plättchen aus Halbleiter-Material, auf denen hochkomplexe elektronische Schaltkreise aufgebracht werden können. Die Leistungsfähigkeit dieser Chips hat beständig zugenommen, immer mehr Daten können auf immer kleineren Chips gespeichert werden. Und so wächst mit der fortschreitenden Digitalisierung auch die globale Datenmenge mit atemberaubender Geschwindigkeit: auf Computern von Unternehmen, Behörden und Privatnutzern, auf Internetservern, Mobiltelefonen und „Wearables“, auf Fahrzeugcomputern oder in Smart-Home-Systemen zur Steuerung der Hausautomation. Nach Schätzungen der International Data Corporation (IDC), eines Marktforschungsunternehmens mit Hauptsitz in den USA, umfasste das weltweite Datenvolumen im Jahr 2019 rund 45 Zettabytes – „Zetta“ steht für eine Trilliarde, das ist eine 1 mit 21 Nullen. Bis zum Jahr 2025 wird die Datenmenge nach Projektion der IDC auf 175 Zettabytes anwachsen, sich also nahezu vervierfachen.

Aus diesen Datenmengen lassen sich umfangreiche Informationen der unterschiedlichsten Art gewinnen. Allerdings liegt ein Großteil der Daten unstrukturiert vor, und allein mit menschlicher Arbeit und Geisteskraft lässt sich aus dieser Fülle unmöglich eine systematische Analyse erstellen. Hier setzen neue Methoden und Technologien aus der Informationstechnik an, die unter dem Begriff „Big Data“ zusammengefasst werden. Mittels spezieller Software sollen Strukturen aufgedeckt und Verknüpfungen zwischen Daten hergestellt werden, die vorher nicht aufeinander bezogen wurden. Dadurch lassen sich völlig neue Erkenntnisse gewinnen, die bislang im Chaos der Bits und Bytes verborgen lagen.

Daten sind inzwischen von so großer Bedeutung, dass sie als „vierter Produktionsfaktor“ neben Arbeit, Boden und Kapital betrachtet werden. Unternehmen versprechen sich von der Datenanalyse vor allem ein verbessertes und stärker personalisiertes Marketing. Aber auch die Wissenschaft und der Staat können von „Big Data“ profitieren, sei es in der Forschung oder zur Planungszwecken der öffentlichen Hand. Allerdings sind auch die Möglichkeiten des Missbrauchs von „Big Data“ vielfältig: in Form eines „Überwachungskapitalismus“ (Shoshana Zuboff), der auf der Basis personenbezogener Daten menschliches Verhalten voraussagen und manipulativ für Profitzwecke nutzen kann, aber auch in Form eines totalitären Überwachungsstaates, der seine Bürger bis weit ins Private hinein kontrolliert.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2020
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