Die ertragreichsten Steuerarten

Die ertragreichsten Steuerarten

Infografik Nr. 181161

Steuern sind die wichtigsten Quellen zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben. In Deutschland werden rund 30 verschiedene Steuern erhoben. Die beiden ertragreichsten Steuerarten sind die Umsatzsteuern und die Lohn- und Einkommensteuer.

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Steuern sind die wichtigsten Quellen zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben. Wie wichtig, zeigte sich in den Jahren 2001-2005, als die deutschen Staatsfinanzen wegen des sinkenden Steueraufkommens tief ins Defizit gerieten, und erneut 2009/10, im Gefolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Ab 2011 bescherten die Erholung der Wirtschaft und die verbesserte Beschäftigungslage dem Fiskus aber jährlich neue Rekordeinnahmen.

In Deutschland werden rund 30 verschiedene Steuern erhoben. Seit der deutschen Einigung wurden mehrere Steuerarten abgeschafft (darunter die Salz-, Zucker-, Börsenumsatz- und Vermögensteuer), andere hingegen neu eingeführt (Solidaritätszuschlag, Strom-, Alkopop-, Luftverkehrsteuer). Auf die zwei ertragreichsten Steuerarten konzentrierten sich jedoch auch 2018 fast zwei Drittel des gesamten Steueraufkommens. Die Umsatzsteuern (Mehrwert- und Einfuhrumsatzsteuer) erbrachten 234,8 Mrd € (4 % mehr als im Vorjahr). Und die Lohn- und Einkommensteuer kletterte um 5 % auf 268,6 Mrd €. Ausschlaggebend dafür war neben der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt auch die Steigerung der Löhne und Gewinne.

Von den übrigen Steuerarten verzeichneten die gewinnabhängigen Steuern den deutlichsten Zuwachs. So kletterte die Körperschaftsteuer um 14 % auf 33,4 Mrd € und die für die Gemeindefinanzen wichtigen Gewerbesteuereinnahmen nahmen um immerhin 6 % auf 55,9 Mrd € zu. Ein Plus von 11 % (auf 23,2 Mrd €) gab es bei der auf Dividendenausschüttungen erhobenen Ertragsteuer, während der Solidaritätszuschlag um 5 % auf 18,9 Mrd € stieg. Weiterhin stark verbessert zeigten sich die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer (+7 %). Niedriger als im Vorjahr lagen hingegen die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer (-6 %), bei denen sich die rückläufigen Kapitalerträge infolge der Niedrigzinspolitik auswirkten.

Von den insgesamt deutlich gestiegenen Steuererträgen profitierten die Gemeinden 2018 mit Einnahmen von 111,3 Mrd € und die Länder mit 314,1 Mrd €. Die Einnahmen des Bundes kletterten um 4 % auf 322,4 Mrd €, während der EU-Anteil auf 28,6 Mrd € anstieg. Nach Berechnungen des Arbeitskreises Steuerschätzungen vom Mai 2019 ist vor allem für das laufende Jahr, aber auch für die Jahre danach mit einem nicht mehr so kräftigen Wachstum der Steuereinnahmen zu rechnen: Zum einen, weil sich der wirtschaftliche Aufschwung vorübergehend abgeschwächt hat, zum anderen, weil Steuerentlastungen für die Bürger wirksam werden. Gegenüber der Herbstschätzung von 2018 fallen die Steuereinnahmen für die Jahre 2019-2023 in der neuen Prognose um insgesamt 124 Mrd € niedriger aus.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2019
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