Bürgerschaftswahlen in Hamburg

Bürgerschaftswahlen in Hamburg

Infografik Nr. 093215

Bei der Bürgerschaftswahl 2020 blieb die SPD stärkste Kraft, obwohl das schlechte Image der SPD auf Bundesebene auch den Hamburger Sozialdemokraten zu schaffen machte. Eigentliche Wahlgewinner waren die GRÜNEN, seit 2015 Koalitionspartner der SPD: Sie konnten ihren Stimmenanteil gegenüber 2015 fast verdoppeln. Die CDU verbuchte dagegen einen weiteren herben Verlust.

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Die Hansestadt Hamburg hatte seit den frühen 1990er Jahren mehrfach politische Umschwünge erfahren. Im großstädtischen Milieu lockerten sich die traditionellen Parteibindungen, Protestparteien feierten kurzlebige Erfolge, Mehrheiten wechselten auf dramatische Weise. Nach zehnjähriger Unterbrechung kam 2011 aber die SPD wieder an die Macht. Bei der Bürgerschaftswahl 2020 blieb sie stärkste Kraft, obwohl das schlechte Image der SPD auf Bundesebene auch den Hamburger Sozialdemokraten zu schaffen machte. Dass sie trotzdem klar siegte, verdankte sie in erster Linie ihrem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher, der ähnlich hohe Beliebtheitswerte wie sein Vorgänger Olaf Scholz erreichte. Scholz, der im März 2018 ins Bundesfinanzministerium wechselte, hatte Tschentscher als Nachfolger vorgeschlagen. Eigentliche Wahlgewinner waren die GRÜNEN, seit 2015 Koalitionspartner der SPD: Sie konnten ihren Stimmenanteil gegenüber 2015 fast verdoppeln. Die CDU verbuchte dagegen einen weiteren herben Verlust. Auch AfD und FDP verloren. Die FDP verpasste sogar knapp den Einzug in die Bürgerschaft. Dank eines Direktmandats sitzt ihre Spitzenkandidatin jedoch als Fraktionslose im Parlament. Mit einer 2/3- Mehrheit in der Bürgerschaft legten SPD und GRÜNE ihre Koalition neu auf. Im Juni 2020 wurde Tschentscher erneut ins Amt gewählt.

Reihe: 53
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Ausgabe: 07/2020
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