Wechselkurs Euro - Dollar

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Als am 1. Januar 1999 der Euro in elf EU-Ländern als gemeinschaftliche Währung eingeführt wurde, war noch nicht abzusehen, wie sich die neue Europawährung auf den Devisenmärkten behaupten würde. Besonderes Interesse galt der Entwicklung des Euro-Wechselkurses gegenüber dem US-Dollar, der führenden internationalen Währung. Mit einem Einstiegskurs von 1 Euro zu 1,1747 US-$ präsentierte sich die europäische Währung zunächst in kräftiger Verfassung, konnte dieses Niveau aber nicht lange halten. Bis zum Ende des Jahres verlor der Euro gegenüber dem Dollar massiv an Wert, so dass Anfang 2000 annähernd Parität zwischen den beiden Währungen erreicht war: 1 Euro entsprach nun etwa 1 $.

Im Lauf des Jahres 2000 entwickelte sich der Euro-Kurs gegenüber den wichtigsten Partnerwährungen weiter rückläufig. Am 22.9.2000 sahen sich die Zentralbanken der führenden Industriestaaten (G-7) deshalb veranlasst, zur Stützung des Euro-Kurses an den Devisenmärkten zu intervenieren. Dennoch sank der Euro-Dollar-Wechselkurs am 26.10.2000 auf seinen bislang tiefsten Wert (1 Euro = 0,8230 $). Aus Sorge um die weltwirtschaftlichen und binnenwirtschaftlichen Folgen der Euro-Abwertung griff die Europäische Zentralbank deshalb Anfang November 2000 noch einmal zu Stützungsmaßnahmen.

2001 konnte der Euro seine Position annähernd halten, zumal der Dollar durch ungewisse Konjunkturaussichten und die weltpolitische Unsicherheit nach den Anschlägen vom 11. September beschwert wurde. Im folgenden Jahr setzte eine deutliche Erholung des Euro ein, die mit Unterbrechungen bis Ende 2004 anhielt, während der Dollar in dieser Phase wegen des Irak-Kriegs und des wachsenden US-Leistungsbilanz und -Haushaltsdefizits unter Druck geriet. Nach einer Abschwächung im Jahr 2005 setzte sich die Euro-Aufwertung gegenüber dem Dollar angesichts wachsender Konjunktur- und Finanzrisiken in den USA bis ins Jahr 2008 fort. Am 15.7.2008 erreichte der Euro-Tageskurs mit knapp 1,60 US-$ seinen bisherigen Höchststand. Als die globale Finanz- und Wirtschaftskrise dann aber auch den Euro-Raum erfasste und der weltweite Bedarf an Dollar-Liquidität anstieg, gewann der Dollar gegenüber dem Euro bis Ende 2008 dramatisch an Wert.

2009 erholte sich der Euro, bis ihn die Schuldenkrise einholte und stark unter Druck setzte. Die Einigung auf den europäischen Rettungsschirm (2010) leitete einen neuerlichen Kursanstieg ein, doch 2014 sank der Euro-Kurs wieder deutlich. Ursachen dafür waren die Ukrainekrise, die Konjunkturschwäche in der Eurozone und die weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2017
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