Internationale Migration

Internationale Migration

Infografik Nr. 603201

In den letzten Jahrzehnten verließen Millionen von Menschen ihre Heimat, um sich dauerhaft in einem anderen Land niederzulassen. Diese internationale Migration ist ein in seinen Ausmaßen und seiner Bedeutung wachsendes Phänomen. Begünstigt wird der Anstieg grenzüberschreitender Wanderungsbewegungen durch die Globalisierung.

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In den letzten Jahrzehnten verließen Millionen von Menschen ihre Heimat, um sich dauerhaft in einem anderen Land niederzulassen. Diese internationale Migration ist ein in seinen Ausmaßen und seiner Bedeutung wachsendes Phänomen. Nach Angaben der UN Population Division lebten 2019 weltweit rund 272 Mio Menschen nicht in ihrem Geburtsland; seit 2010, also in weniger als zehn Jahren, ist die Zahl der Migranten um 51 Mio (23 %) gestiegen. Hinzu kommt eine schwer schätzbare Dunkelziffer von Menschen, die sich illegal in einem fremden Land aufhalten.

Begünstigt wird der Anstieg grenzüberschreitender Wanderungsbewegungen durch die Globalisierung: Die zunehmende Verflechtung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die Verbilligung des Transports machen räumliche Entfernungen leichter überwindbar; Medien wie Fernsehen oder Internet sorgen für Information und verringern die kulturelle Distanz. Ausmaß und Richtung der Wanderungsströme werden dabei von unterschiedlichen Triebkräften bestimmt: • wirtschaftliche Ungleichgewichte verstärken den Anreiz zur Abwanderung in Länder mit höheren Pro-Kopf-Einkommen und einem insgesamt besseren Lebensstandard; das starke • Bevölkerungswachstum in vielen Entwicklungsländern hat einen Überschuss an Arbeitskräften zur Folge; auch • politische Instabilität und gewaltsame Konflikte oder • Umweltprobleme wie Wüstenbildung und Wasserknappheit können erhöhten Auswanderungsdruck erzeugen. Auf der anderen Seite wird die Zuwanderung durch offenere Grenzen erleichtert und der in manchen Ländern bestehende • Bedarf an Arbeitskräften übt eine starke Anziehungskraft aus.

Aus den aktuellen Bestandszahlen der Zuwanderer lassen sich einige wichtige Aspekte des internationalen Wanderungsgeschehens ablesen: • Im globalen Durchschnitt befinden sich fast drei Viertel (74 %) der Zuwanderer im arbeitsfähigen Alter, das mittlere Alter liegt bei 39 Jahren. • Frauen machen knapp die Hälfte (48 %) aller Zuwanderer aus. • Die Mehrzahl der Migranten ist aus einem Land ausgewandert, das in derselben Region wie ihr Zielland liegt. • Ein Drittel aller Zuwanderer weltweit kam 2019 aus nur zehn Ländern: Indien war mit 17,5 Mio Menschen das führende Herkunftsland, es folgten Mexiko (11,8 Mio), China (10,7 Mio), Russland (10,5 Mio) und Syrien (8,2 Mio). • Zwei Drittel aller internationalen Migranten lebten in nur zwanzig Ländern. Als Land mit den meisten Zuwanderern (51 Mio) standen die USA an erster Stelle – weit vor Deutschland und Saudi-Arabien (mit jeweils 13 Mio). An vierter und fünfter Stelle lagen Russland (12 Mio) und Großbritannien (10 Mio).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 11/2019
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