Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

Infografik Nr. 247110

Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

In Deutschland nimmt mehr als die Hälfte der Bevölkerung am Erwerbsleben teil. 2015 hatte die Bundesrepublik eine Wohnbevölkerung von durchschnittli ...

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Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

In Deutschland nimmt mehr als die Hälfte der Bevölkerung am Erwerbsleben teil. 2015 hatte die Bundesrepublik eine Wohnbevölkerung von durchschnittlich 81,4 Millionen Menschen. Davon zählten 42,2 Mio (52 %) zu den Erwerbspersonen. Als Erwerbspersonen gelten alle Männer und Frauen, die entweder erwerbstätig sind oder als Erwerbslose nach einem Arbeitsplatz suchen und sogleich eine Tätigkeit aufnehmen könnten. Die übrige Bevölkerung – 39,2 Mio Menschen – gehörte zu den sogenannten Nichterwerbspersonen. Das sind definitionsgemäß all jene, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, keine Arbeit suchen und nicht sofort für einen neuen Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, darunter Kinder, Rentner, Mütter mit kleinen Kindern oder „Nur-Hausfrauen“.

Die langfristige Entwicklung der Erwerbsbevölkerung und der Erwerbsquote (das heißt des Anteils der wirtschaftlich Aktiven an der Gesamtbevölkerung) wird beeinflusst durch • demographische Faktoren (Verschiebungen im Altersaufbau der Gesellschaft, Zuwanderung von Arbeitskräften usw.), • Veränderungen der Wirtschaftsstruktur, • Entwicklungen im Bildungs-, Beschäftigungs- und Sozialsystem (Dauer der Ausbildung, Aktivierung der Erwerbslosen, Verschiebung des Renteneintritts) und • ein sich wandelndes Erwerbsverhalten (zunehmende Erwerbsbeteiligung der Frauen).

Nach der deutschen Einigung ging die Erwerbsbeteiligung der Männer über lange Jahre zurück. Dazu trug bei, dass viele Betroffene aus fortdauernder Arbeitslosigkeit vorzeitig in den Ruhestand gingen. Die Erwerbsquote der Frauen zeigt dagegen einen anhaltenden Anstieg. 2015 gehörten 57 % der männlichen und 47 % der weiblichen Bevölkerung zu den Erwerbspersonen. Von den 20- bis 64-Jährigen standen 86 % der Männer und 77 % der Frauen aktiv im Erwerbsleben. Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus gingen 2015 rund 40,3 Mio Menschen tatsächlich einer Erwerbstätigkeit nach. Da das Arbeitskräfteangebot währenddessen nur in begrenztem Umfang zunahm, sank die Zahl der Erwerbslosen auf 1,9 Millionen.

Von jeweils 1000 Erwerbstätigen arbeiteten 14 in der Landwirtschaft, 276 im Produzierenden Gewerbe (Bergbau, Energiewirtschaft, Industrie, Baugewerbe), 258 in den Bereichen Handel, Gastgewerbe, Verkehr sowie Information und Kommunikation und 452 in den sonstigen Dienstleistungssparten. 89 % der Erwerbstätigen standen als Arbeiter, Angestellte oder Beamte in einem abhängigen Arbeits- oder Dienstverhältnis, 11 % waren als Selbstständige tätig (einschl. der mithelfenden Familienangehörigen).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2016
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