Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands

Infografik Nr. 247110

Die langfristige Entwicklung der Erwerbsbevölkerung und der Erwerbsquote (das heißt des Anteils der wirtschaftlich Aktiven an der Gesamtbevölkerung) wird beeinflusst durch • demographische Faktoren (Verschiebungen im Altersaufbau der Gesellschaft, Zuwanderung von Arbeitskräften usw.), • Veränderungen der Wirtschaftsstruktur, • Entwicklungen im Bildungs-, Beschäftigungs- und Sozialsystem (Dauer der Ausbildung, Aktivierung der Erwerbslosen, Verschiebung des Renteneintritts) und • ein sich wandelndes Erwerbsverhalten (zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen).

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In Deutschland nimmt mehr als die Hälfte der Bevölkerung am Erwerbsleben teil. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus hatte die Bundesrepublik 2018 eine Wohnbevölkerung in Privathaushalten von durchschnittlich 81,6 Millionen. Davon zählten fast 43,4 Mio (53 %) zu den Erwerbspersonen. Als Erwerbspersonen gelten alle Männer und Frauen, die entweder erwerbstätig sind oder als Erwerbslose nach einem Arbeitsplatz suchen und sogleich eine Tätigkeit aufnehmen könnten. Die übrige Bevölkerung – 38,3 Mio Menschen –gehörte zu den sogenannten Nichterwerbspersonen. Das sind definitionsgemäß all jene, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, keine Arbeit suchen und nicht sofort für einen neuen Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, darunter Kinder, Rentner, Mütter mit kleinen Kindern oder „Nur-Hausfrauen“.

Die langfristige Entwicklung der Erwerbsbevölkerung und der Erwerbsquote (das heißt des Anteils der wirtschaftlich Aktiven an der Gesamtbevölkerung) wird beeinflusst durch • demographische Faktoren (Verschiebungen im Altersaufbau der Gesellschaft, Zuwanderung von Arbeitskräften usw.), • Veränderungen der Wirtschaftsstruktur, • Entwicklungen im Bildungs-, Beschäftigungs- und Sozialsystem (Dauer der Ausbildung, Aktivierung der Erwerbslosen, Verschiebung des Renteneintritts) und • ein sich wandelndes Erwerbsverhalten (zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen).

Nach der deutschen Einigung ging die Erwerbsbeteiligung der Männer über lange Jahre zurück. Dazu trug bei, dass viele Betroffene aus fortdauernder Arbeitslosigkeit vorzeitig in den Ruhestand gingen. Die Erwerbsquote der Frauen zeigt dagegen einen anhaltenden Anstieg. 2018 gehörten 58 % der männlichen und 49 % der weiblichen Bevölkerung zu den Erwerbspersonen. Von den 20- bis 64-Jährigen standen 87 % der Männer und 78 % der Frauen aktiv im Erwerbsleben. Nach mehr als einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus gingen 2018 rund 41,9 Mio Menschen tatsächlich einer Erwerbstätigkeit nach. Da das Arbeitskräfteangebot nur in begrenztem Umfang zunahm, sank die Zahl der Erwerbslosen auf 1,5 Mio.

Und so stellte sich 2018 die Beschäftigungsstruktur dar: Von jeweils 1000 Erwerbstätigen arbeiteten 12 in der Landwirtschaft, 273 im Produzierenden Gewerbe (Bergbau, Energiewirtschaft, Industrie, Baugewerbe), 259 in den Bereichen Handel, Gastgewerbe, Verkehr sowie Information und Kommunikation und 455 in den sonstigen Dienstleistungssparten. 90 % der Erwerbstätigen standen als Arbeiter, Angestellte oder Beamte in einem abhängigen Arbeits- oder Dienstverhältnis, 10 % waren als Selbstständige tätig (einschl. der mithelfenden Familienangehörigen).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2019
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