Facetten wirtschaftlicher Dienstleistungen

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Wirtschaftliche Dienstleistungen

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Wirtschaftliche Dienstleistungen

Die Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft und der Arbeitsalltag der Beschäftigten wird immer stärker von den Dienstleistungen geprägt. Diese lösten schon in den 1970er Jahren die Industrie als größter Wirtschaftssektor ab und bauten ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt und an der Gesamtbeschäftigung seitdem ständig aus. War 1970 im damaligen Bundesgebiet erst knapp die Hälfte (45 %) der Erwerbstätigen im tertiären Sektor tätig, so sind es heute schon fast drei Viertel (74 %). Im gleichen Zeitraum stieg der Beitrag der Dienstleistungen zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung von 48 % auf 69 %.

Auch innerhalb der Dienstleistungswirtschaft kam es im Lauf der Jahre zu erheblichen Verschiebungen. Früher standen neben der öffentlichen Verwaltung die konsumnahen Dienstleistungen wie Handel und Gastgewerbe im Vordergrund; heute haben sich die Gewichte zu den unternehmensnahen Dienstleistungen hin verlagert. Verstärkt wurde dieser Trend durch die Privatisierung vormals öffentlicher Aufgaben und die Ausgliederung selbstständiger Dienstleistungen aus größeren Industrieunternehmen (Outsourcing).

Lange Zeit fehlte es an verlässlichen statistischen Daten über den privaten Dienstleistungssektor. Seit 2000 befasst sich jedoch eine jährliche Strukturerhebung gezielt mit den unternehmensnahen Dienstleistungen, die in den Bereichen Verkehr, Information und Kommunikation, im Grundstücks- und Wohnungswesen, durch freie Berufe und durch sonstige Anbieter wirtschaftlicher Serviceleistungen erbracht werden. Wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, waren 2013 bundesweit rund 956 400 Unternehmen mit 8,9 Mio Beschäftigten in diesen Dienstleistungsbereichen tätig. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von insgesamt 1 068 Milliarden €, im Durchschnitt also 1,1 Mio € je Unternehmen. (Kleinstbetriebe mit weniger als 17 500 € Jahresumsatz blieben dabei unberücksichtigt.)

Die untersuchten Wirtschaftszweige bieten ein facettenreiches Bild. Ihr Leistungsspektrum reicht von den Verkehrs- und Lagereidiensten über die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung bis zur Informationstechnologie. Es umfasst Werbeagenturen und Makler, Fluggesellschaften und Forschungslabors, Verlage und Kurierdienste, Architektenbüros und Call-Center, Sicherheitsdienste und Mobilfunkbetreiber. Zu den am stärksten wachsenden Dienstleistungssparten der letzten Jahre gehört die Zeitarbeitsbranche. Im Herbst 2013 beschäftigte sie 936 000 Personen, von denen ein großer Teil allerdings nicht selbst Dienstleistungen erbrachte, sondern als Leiharbeitnehmer in der industriellen Produktion tätig war. Allmählich verschiebt sich das Tätigkeitsspektrum aber auch bei den Leiharbeitern zu den Dienstleistungen hin.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 11/2015
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