Bereiche freiwilligen Engagements

Bereiche freiwilligen Engagements

Infografik Nr. 253149

27 Millionen Menschen ab 14 Jahren engagieren sich in Deutschland freiwillig für die Gemeinschaft oder sind ehrenamtlich tätig. Die Möglichkeiten dafür sind nahezu unbegrenzt: im Sport,  im sozialen oder kulturellen Bereich, in Vereinen, Hilfsorganisationen oder Kirchen. Das zeigen die Zahlen des neuesten Freiwilligensurveys, übersichtlich präsentiert in diesem ZAHLENBILD!

 

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Nach den Ergebnissen des Freiwilligensurveys engagierten sich in Deutschland 2024 rund 27 Millionen Menschen freiwillig bzw. ehrenamtlich für andere. Solches Engagement ist in der Regel im unmittelbaren persönlichen Lebensumfeld (Verein, Schule, Kindergarten) angesiedelt und hilft, die Gemeinschaftsaktivitäten in diesem Bereich eigenverantwortlich zu organisieren. Wichtigstes Betätigungsfeld des freiwilligen Engagements ist der Bereich ● Sport und Bewegung. Innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Befragung brachte sich dort jeder Achte (12,8% der Bevölkerung ab 14 Jahren) mit freiwillig übernommenen Tätigkeiten ein, zum Beispiel als Trainer von Kindern und Jugendlichen, als Schiedsrichter oder Sporthelfer. Männer sind in diesem Bereich (mit einem Beteiligungsgrad von 14,1%) stärker vertreten als Frauen (11,6%). Gerade umgekehrt ist es im ● sozialen Bereich, in dem sich 7,9% der Bevölkerung engagieren. Hier finden 9,3% der Frauen, aber nur 6,4% der Männer ihre

Aufgabe, sei es in der Nachbarschaftshilfe, in der Betreuung von Flüchtlingen oder älteren Menschen oder durch Funktionen bei einem Wohlfahrtsverband oder einer Hilfsorganisation. Beliebt sind auch die Bereiche ● Kultur und Musik (Leitung von Theatergruppen, Orchestern, Chören; Organisation von Ausstellungen; Mitarbeit im Karnevalsverein usw.), ● Schule und Kindergarten (Elternvertreter, Schülervertreter, Engagement im Förderkreis) sowie ● Kirche und Religion. Am Vereinsleben im Bereich ● Freizeit und Geselligkeit nehmen viele Menschen zwar aktiv teil, übernehmen aber seltener freiwillige Aufgaben (4,9%). Im Bereich ● Umwelt, Natur- und Tierschutz war 2024 gegenüber früheren Befragungen eine Zunahme des Engagements (auf 3,8%) festzustellen. Weniger verbreitet ist freiwilliges Engagement u.a. im Gesundheitsbereich (Pflegehilfe, Besuchsdienste, Selbsthilfegruppen usw.) oder im Bereich Justiz und Kriminalitätsprobleme (mit Tätigkeiten als Schöffen, Schiedsleute oder Betreuer von Straftätern oder Verbrechensopfern). Freiwilliges Engagement bedeutet häufig die Übernahme von Leitungsfunktionen: Mehr als ein Viertel der Freiwilligen (26%) übt seine Aktivitäten im Rahmen einer Leitungs- oder Vorstandstätigkeit aus – Männer allerdings häufiger als Frauen (31% bzw. 21%).

Im ländlichen Raum engagieren sich die Bewohner etwas häufiger als im städtischen Umfeld (38,4% zu 35,8%). Im Vergleich der Bundesländer weisen Hessen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils rund 40% der Bevölkerung die höchste Beteiligung am freiwilligen Engagement auf. Am unteren Ende der Skala liegen Hamburg (32%) und Sachsen-Anhalt (31%).

Ausgabe: 02/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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