Energie - wofür?

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Vom Primärenergieverbrauch in Deutschland – 2015 im Umfang von rund 13260 Petajoule – standen nach Abzug der Umwandlungs- und Leitungsverluste und des Eigenverbrauchs der Energieerzeuger noch 8877 Petajoule als sogenannte Endenergie in Form von Gas, Kraftstoff, Kohle, Strom usw. zur unmittelbaren Nutzung durch die Endverbraucher zur Verfügung. Eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen geht der Frage nach, zu welchen Zwecken die Endenergie in den verschiedenen Verbrauchssektoren eingesetzt wurde. Dahinter steht das Interesse an zuverlässigen Informationen über die Energieanwendung und deren Veränderungen im Zeitablauf. Wenn bekannt ist, welche Energieformen für welche Anwendungen benötigt werden, lassen sich künftige Verbrauchsentwicklungen, Einsparmöglichkeiten und die für die Energieversorgung notwendigen Investitionen besser abschätzen.

Es lassen sich sechs große Anwendungsbereiche des Endenergieverbrauchs unterscheiden. Nimmt man alle Verbrauchssektoren – Privathaushalte, Industrie, Gewerbe/Handel/Dienstleister und Verkehr – zusammen, wird am meisten Energie (2015: 39 % des Gesamtverbrauchs) für • Antriebszwecke verwendet, das heißt für die Fortbewegung im Verkehr und für den Betrieb stationärer Motoren. Schon deutlich geringer (32 %) ist der Endenergieverbrauch für • Raumwärme (Heizung) und Warmwasserbereitung. Als weiterer wichtiger Anwendungsbereich folgt (mit 21 %) die Erzeugung von • Prozesswärme. Darunter versteht man die Wärme, die für industrielle und gewerbliche Produktionsprozesse (z.B. zum Schmelzen, Erhitzen, Brennen, Trocknen) oder im Haushalt zum Kochen, Backen usw. benötigt wird. Deutlich geringer ist der Energiebedarf für die übrigen Anwendungsbereiche: Etwa 2 % des gesamten Endenergieverbrauchs entfallen auf die • Erzeugung von Kälte und die Raumklimatisierung; weitere 2 % auf die • Informations- und Kommunikationstechnik; 3 % schließlich auf die • Beleuchtung.

In den einzelnen Verbrauchssektoren konzentriert sich der Energieverbrauch meist auf ein oder zwei Anwendungsbereiche. Gezielte Einsparungen in diesen Bereichen versprechen daher den größten Erfolg. So dienen in den Haushalten allein 83 % des Endenergieverbrauchs zur Raumheizung und Warmwasserbereitung. Im Verkehr wird fast die gesamte Energie für den Antrieb der Motoren eingesetzt. Und in der Industrie steht die Nutzung als Prozesswärme (65 %) und mechanische Energie (23 %) im Vordergrund. Breiter gestreut sind die Anwendungszwecke in Gewerbe, Handel und Dienstleistungen: Neben Raumwärme und mechanischer Energie fallen dort auch Beleuchtung und Informationstechnik stärker ins Gewicht.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2017
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