Pro-Kopf-Einkommen nach sozialen Gruppen

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Die Lebenslage der privaten Haushalte wird entscheidend durch das Haushaltseinkommen bestimmt. In ihm fließen die Einkommen meist mehrerer Haushaltsmitglieder und aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Was davon nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben als Nettoeinkommen übrig bleibt, kann für Konsumzwecke ausgegeben oder auf die hohe Kante gelegt werden.

Zwischen den Haushalten der verschiedenen sozialen Gruppen (Selbstständige, Arbeitnehmer, Rentner usw.) bestehen beträchtliche Einkommensunterschiede. Will man ihre Einkommenslage vergleichen, empfiehlt es sich allerdings, die durchschnittliche Haushaltsgröße mit ins Kalkül zu ziehen. Schließlich macht es einen Unterschied, ob ein Verdiener oder mehrere zum Haushaltseinkommen beitragen und ob aus den verfügbaren Mitteln eine oder mehrere Personen unterhalten werden müssen.

Aus der Überlegung, dass ein großer Haushalt pro Person sparsamer wirtschaften kann als ein Einpersonenhaushalt, wird das sogenannte Äquivalenzeinkommen (das bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Einkommen) international als Vergleichsmaßstab verwendet. Dabei zählt der Haupteinkommensbezieher eines Haushalts als 1 Bedarfseinheit; jede weitere Person ab 14 Jahren wird mit 0,5, jedes Kind mit 0,3 gewichtet. In einem Haushalt mit Eltern und einem Kind verteilt sich das Haushaltseinkommen demnach auf 1,8 Bedarfseinheiten. Einem 3-Personen-Haushalt in dieser Zusammensetzung genügt also das 1,8-fache Einkommen eines Einpersonenhaushalts, um mit dessen Lebensstandard gleichzuziehen.

Nach den Ergebnissen der großen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe von 2013 lag das mittlere Netto-Äquivalenzeinkommen in Deutschland bei 1957 € monatlich. Am besten gestellt waren die Beamten (mit 2877 € je Verbrauchereinheit) vor den Angestellten (2304 €) und den Selbstständigen (2068 €). Arbeiter kamen auf 1894 €, Rentner auf 1691 €. Arbeitslosen-Haushalte hatten dagegen nur 916 € je Verbrauchereinheit zur Verfügung.

Das „mittlere Einkommen“ (Median) teilt die jeweilige Gruppe in zwei Hälften, von denen die eine ein größeres, die andere ein geringeres Einkommen hat als diesen Betrag. Es präsentiert also einen typischen Wert aus der Mitte der Verteilung. An ihm wird übrigens das Armutsrisiko in der Bundesrepublik gemessen: Wer weniger als 60 % des mittleren Netto-Äquivalenzeinkommens zu Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 04/2018
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