Konsum illegaler Drogen

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Infografik Nr. 292324

Konsum illegaler Drogen

In Deutschland hat jeder vierte Erwachsene (zwischen 18 und 64 Jahren) schon mindestens einmal im Leben Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Zu diesem Erge ...

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Konsum illegaler Drogen

In Deutschland hat jeder vierte Erwachsene (zwischen 18 und 64 Jahren) schon mindestens einmal im Leben Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Epidemiologische Suchtsurvey, eine vom Münchener Institut für Therapieforschung durchgeführte Querschnitts-Befragung zum Drogenkonsum, zuletzt für das Jahr 2012. Verbreitet sind illegale Drogen vor allem unter den jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre), und über alle Drogenarten hinweg ist der Anteil der Drogenkonsumenten bei den Männern mehr als doppelt so hoch wie bei den Frauen.

Die mit Abstand am meisten konsumierte Droge ist Cannabis, entweder in der Form von Marihuana, den Blütenständen der Cannabispflanze, oder von Haschisch, dem gepressten Harz. Ein Viertel der Erwachsenen (232 von 1000 Befragten) in Deutschland hat zumindest einmal im Leben Cannabis konsumiert. Einen Konsum im letzten Jahr gaben dagegen nur 45 von 1000 Befragten an. Der Rausch wird in der Regel als entspannend empfunden, es können jedoch auch Angstzustände auftreten. Bei regelmäßigem Konsum führt Cannabis zu einer leichten psychischen Abhängigkeit, teils auch zu Motivationsverlust und Depressionen. Die Kriterien für Sucht oder Substanzmissbrauch waren nach der Umfrage bei 23 % der Cannabis-Konsumenten erfüllt. Weit hinter Cannabis folgt Kokain, das 34 von 1000 Erwachsenen jemals konsumiert haben. Der Wirkstoff wird aus den Blättern der Kokapflanze gewonnen und dann chemisch verarbeitet. Kokain wirkt zunächst euphorisierend, dann folgt ein Zustand starker Erschöpfung („Crash“). Bei dauerhaftem Konsum drohen Organschäden. Von Sucht oder Missbrauch ist bei 27 % der Kokain-Konsumenten auszugehen. An dritter Stelle der am häufigsten konsumierten Drogen stehen die ausschließlich aus Chemikalien hergestellten Amphetamine, von denen Methamphetamin („Crystal-Meth“) am weitesten verbreitet ist. Es steigert die Leistungsfähigkeit, unterdrückt Müdigkeit, Hunger- und Durstgefühl, was zum Kreislaufversagen führen kann, und macht schnell abhängig. Annähernd jeder zweite Konsument von Amphetaminen (41 %) ist süchtig bzw. hat soziale oder berufliche Probleme infolge des Konsums.

Das Amphetaminderivat Ecstasy ist als Selbstwertgefühl und Kontaktfreudigkeit steigernde „Partydroge“ verbreitet. In absteigender Häufigkeit folgen psychoaktive Pilze und das stark halluzinogene LSD (kurz für Lysergsäurediethylamid). Unter den Opiaten ragt Heroin heraus. Es führt rasch zu starker körperlicher Abhängigkeit und geistigem wie körperlichem Verfall. Trotz seines geringen Anteils am gesamten Drogenkonsum sind auf Heroin die weitaus meisten drogenbedingten Todesfälle zurückzuführen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 06/2015
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