Entwicklung der Mieten

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Entwicklung der Mieten

Die Mieten in Deutschland steigen seit Jahren stetig an. Ein Grund dafür liegt in der relativen Knappheit des Wohnungsangebots, auch wenn der Wohnungsneubau seit 2011 wieder zunimmt: Zwar herrscht aufs Ganze gesehen kein Wohnungsmangel (bundesweit stehen je 1000 Einwohner über 500 Wohnungen zur Verfügung), aber es fehlt an Angeboten für Ein- und Zweipersonen-Haushalte und für ältere Menschen. Und es gibt ausgeprägte regionale Unterschiede in der Wohnraumversorgung.

Für den Zeitraum zwischen 1995 und 2014 weist der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts einen Anstieg der Nettokaltmieten im Bundesgebiet um 29 % aus. Das entsprach durchschnittlich 1,3 % pro Jahr. Auf längere Sicht kletterten die Mieten damit sogar etwas langsamer als die Verbraucherpreise insgesamt (1,5 % pro Jahr). Für die Wohnungsnebenkosten (wie Heizung, Wasser, Müllabfuhr) mussten die Mieter tiefer in die Tasche greifen: Diese Kosten stiegen im Durchschnitt um 1,8 % pro Jahr.

Wie hoch das Mietniveau in Euro je Quadratmeter ist, lässt sich aus Daten über die Neu- und Wiedervermietung von Wohnungen ablesen. Dabei handelt es sich um Angebotsmieten, das heißt um die Mietpreisvorstellungen der Vermieter. Die tatsächlich erzielbaren Mieten dürften etwas geringer ausfallen. Und die Bestandsmieten in laufenden Mietverhältnissen liegen erfahrungsgemäß deutlich niedriger. Dies ist beim Vergleich der Mietpreisangaben zu berücksichtigen, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBRS) zusammentrug: Danach beliefen sich die durchschnittlichen Angebotsmieten in ganz Deutschland 2014 auf 7,06 €/qm (netto, kalt). In Westdeutschland lagen sie bei 7,40 €/qm, in Ostdeutschland bei 6,18 €/qm. Am höchsten waren die Mieten in den wirtschaftlich starken Metropolen und Regionen. So wurden 2014 in den Regionen München, Stuttgart, Rhein-Main, Düsseldorf und Hamburg bei Neu- und Wiedervermietung mehr als 9 €/qm verlangt. In einigen entwicklungsschwachen Gebieten Ostdeutschlands, Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens oder Bayerns lagen die Nettokaltmieten nicht einmal halb so hoch. Auf hohe Quadratmeter-Mieten musste man dagegen in zahlreichen Universitätsstädten gefasst sein. In Berlin/Potsdam zogen die bei Neuvermietung verlangten Preise besonders kräftig an.

Vor allem in Großstädten überstiegen die Angebotsmieten zuletzt immer stärker die Bestandsmieten. Um solche Preissprünge zu deckeln, wurde 2015 die sogenannte Mietpreisbremse eingeführt: Künftig darf in Gebieten mit „angespanntem Wohnungsmarkt“ der Mietpreis bei Neuvermietungen nicht mehr als 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausnahmen gelten u.a. für die Erstvermietung von Neubauten.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2015
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