Käufer im Internet

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Infografik Nr. 385012

Die Ausbreitung des Internets hat deutliche Veränderungen im Verhalten der Verbraucher zur Folge. Am Computer beschaffen sie sich Informationen über Wareneigenschaften, Bezugsquellen und Preise und bereiten so ihre Kaufentscheidungen vor. Und zunehmend kaufen sie auch direkt per Internet ein.

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Die Ausbreitung des Internets hat deutliche Veränderungen im Verhalten der Verbraucher zur Folge. Am Computer beschaffen sie sich Informationen über Wareneigenschaften, Bezugsquellen und Preise und bereiten so ihre Kaufentscheidungen vor. Und zunehmend kaufen sie auch direkt per Internet ein. Das Online-Shopping gewinnt so immer mehr an Bedeutung und ergänzt die traditionellen Einkaufsmöglichkeiten in Fachgeschäften, Warenhäusern und per Katalog. Am Einzelhandelsumsatz gemessen fallen die Bestellungen per Internet zwar noch nicht allzu stark ins Gewicht, ihr Anteil wächst aber zügig und liegt mittlerweile bei etwa 10 %. Auch die Zahl der Online-Käufer nimmt ständig zu und in einzelnen Warengruppen erreicht die Online-Nachfrage durchaus eine marktrelevante Größenordnung.

Wie aus Erhebungen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, hatten in Deutschland 2018 mehr als zwei Drittel (68 %) der Bevölkerung ab zehn Jahren irgendwann in den letzten zwölf Monaten im Internet bestellt. Das entspricht einer Gesamtzahl von über 50 Millionen Verbrauchern. Besonders hoch war der Anteil der Online-Käufer in den Altersgruppen zwischen 16 und 24 (80 %) und zwischen 25 und 44 Jahren (92 %). Von den Senioren ab 65 Jahren hatten dagegen nur 33 % im Internet eingekauft; dabei spielt auch eine Rolle, dass diese Jahrgänge oft keinen Computer oder Internetzugang zur Verfügung haben. Doch wie in allen Altersgruppen nimmt auch bei den Senioren der Anteil der Online-Käufer zu.

Bei der Mehrzahl der Online-Käufer lagen die Bestellungen nicht länger als drei Monate zurück. Innerhalb des letzten Quartals bestellten hochgerechnet rund 44 Mio Verbraucher, das entspricht 59 % der Bevölkerung und 66 % der Internetnutzer. Von ihnen gab etwa jeder zweite einen Betrag zwischen 100 und 500 Euro für Online-Käufe aus. Deutlich seltener waren Bestellungen im Gesamtbetrag von unter 50 Euro (durch jeden achten Kunden) oder Einkäufe von mehr als 500 Euro (bei jedem zehnten).

Für den Verbraucher bietet das Internet wegen seiner besseren Marktübersicht einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Einkauf im normalen Handel: Er kommt mit einem geringeren Suchaufwand aus, hat eine größere Auswahl und kann Produkte kaufen, die am Ort nicht erhältlich sind. Außerdem kann er bequem von zu Hause aus und rund um die Uhr einkaufen. Für den Verkäufer wiederum hat ein Online- Shop den Vorteil, wesentlich mehr potenzielle Kunden zu erreichen als in ortsgebundenen Verkaufsräumen. Daher setzen neben den reinen Online-Handelsunternehmen inzwischen auch viele stationäre Händler auf den zusätzlichen Warenvertrieb über das Internet (sogenanntes „Multichanneling“).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2019
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