Handel in Deutschland

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Infografik Nr. 385015

Handel in Deutschland

Der Handel schlägt eine Brücke zwischen Produktion und Konsum. Er sorgt für die Rückkopplung zwischen Verbraucherwünschen und Warenangebot und ist der Ort, an dem ...

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Handel in Deutschland

Der Handel schlägt eine Brücke zwischen Produktion und Konsum. Er sorgt für die Rückkopplung zwischen Verbraucherwünschen und Warenangebot und ist der Ort, an dem letztlich über den Erfolg eines Produkts entschieden wird. Das macht ihn zu einem zentralen Element funktionierender Marktwirtschaft. Allerdings ist er selbst einem scharfen Ausleseprozess mit oft problematischen Folgen – wie der Verdrängung des kleinen Fachhandels, der Unterversorgung ländlicher Gebiete und der Entstehung mächtiger Handelsoligopole – unterworfen.

Das Statistische Bundesamt führt jährliche Stichprobenerhebungen durch, aus denen sich ein Gesamtbild des Handels in Deutschland gewinnen lässt. Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem • Einzelhandel, der Handelswaren unmittelbar an private Haushalte absetzt (vom Ladengeschäft über den Markt- und Straßenhandel bis zum Versandhandel) und dem • Großhandel, der kommerzielle Abnehmer mit Handelswaren beliefert, einschließlich der Handelsvermittlung durch Vertreter und Makler. Eine Sonderrolle spielt daneben der • Kfz-Handel mit verwandten Bereichen wie Reparaturwerkstätten.

Für das Jahr 2012 ergibt die statistische Gesamtaufnahme einen Bestand von rund 577900 Handelsunternehmen, davon 325200 im Einzelhandel, 150200 in Großhandel und Handelsvermittlung sowie 102500 im Bereich Kfz-Handel und -Instandhaltung. Viele Unternehmen unterhalten Filialen, so dass der Handel an 759600 Einzelstandorten vertreten ist. Der Handel gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern in der deutschen Wirtschaft. Von den insgesamt 6,18 Millionen Beschäftigten im Handelssektor arbeiten 3,45 Mio im verbrauchernahen Einzelhandel, 1,91 Mio in Großhandel und Handelsvermittlung und weitere 0,82 Mio im Autohandel und in Kfz-Werkstätten. Fast zwei Fünftel der Arbeitskräfte (2,43 Mio) sind teilzeitbeschäftigt.

Im Einzelhandel spannt sich der Bogen vom „Tante-Emma-Laden“, in dem die Besitzer alles selbst erledigen, bis zum großen Waren- oder Versandhaus und zur Filialkette mit mehreren tausend Beschäftigten. Laut Statistik haben 44 % der Einzelhandelsunternehmen nur 1 oder 2 Beschäftigte; ihr Anteil am Gesamtumsatz des Einzelhandels liegt bei knapp 4 %. Andererseits konzentrieren sich mehr als 70 % der Umsätze auf die rund 20000 Unternehmen (6 %) mit 20 und mehr Beschäftigten. Dazu passt die Feststellung der Monopolkommission, dass die zehn größten Unternehmen im Handelssektor (darunter REWE, Lidl/Kaufland, Edeka, Metro, Aldi) 2012 allein fast 10 % der gesamten Umsätze des Handels auf sich vereinigten.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 01/2015
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