Umsatzbringer im Einzelhandel

Umsatzbringer im Einzelhandel
Seitenanzahl

1

Umsatzbringer im Einzelhandel

Der Einzelhandel ist für die Volkswirtschaft von eminenter Bedeutung – als Arbeitgeber, als Faktor der Binnenwirtschaft, als Bindeglied zwischen Pro ...

Verfügbare Produktformate:

Umsatzbringer im Einzelhandel Der Einzelhandel ist für die Volkswirtschaft von eminenter... mehr
Mehr Details zu "Umsatzbringer im Einzelhandel"

Umsatzbringer im Einzelhandel

Der Einzelhandel ist für die Volkswirtschaft von eminenter Bedeutung – als Arbeitgeber, als Faktor der Binnenwirtschaft, als Bindeglied zwischen Produzenten und Verbrauchern. Sein Umsatz erreicht (ohne den Kfz-Handel) eine Größenordnung von nahezu 500 Milliarden €; das entspricht fast einem Fünftel des Bruttoinlandsprodukts. Wie sich seine Umsätze entwickeln, gilt zu Recht als Indikator für den Gang der Konjunktur. Allerdings bleibt der Zuwachs der Einzelhandels-Umsätze seit Jahren hinter dem allgemeinen Wirtschaftswachstum zurück. Das hängt mit der Umschichtung der Konsumausgaben zusammen: Während die Haushalte größere Teile ihres Einkommens für das Wohnen und die Energieversorgung, für Mobilität und Kommunikation und schließlich für Freizeit und Unterhaltung aufwenden, verliert der Kauf von Handelswaren für Ernährung, Bekleidung und Einrichtung allmählich an Gewicht. Dazu trägt auch der scharfe Wettbewerb im Handel bei, der den Verbrauchern gerade bei diesen Gütern zu wachsender Kaufkraft verhilft. Nach Berechnungen des Branchenverbandes HDE flossen 2012 rund 28 % der privaten Konsumausgaben in den Einzelhandel; im Jahr 2000 waren es noch knapp 35 %.

Die im Einzelhandel erzielten Umsätze verteilen sich auf Produkte der unterschiedlichsten Art. Einige Umsatzschwerpunkte lassen sich aber ausmachen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts erzielte der Einzelhandel mit Bekleidung 2012 einen Umsatzanteil von 8,6 %. In bunter Reihe folgten Apothekenleistungen (7,0 %), alkoholische und nichtalkoholische Getränke (6,6 %), Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik wie Computer, Smartphones oder Fernseher (6,0 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (5,3 %). Kommt es über einen längeren Zeitraum zum Rückgang der Umsatzanteile, ist dies vor allem auf Preiseffekte und Sättigungserscheinungen zurückzuführen, so zum Beispiel bei Bekleidung und Schuhen, bei Möbeln und Haushaltsgegenständen.

Zu beobachten ist auch eine Verlagerung des Käuferverhaltens, was die Einkaufsquellen angeht. Immer mehr Kunden entdecken den Online-Handel als bequeme Alternative. Derzeit beläuft sich der Anteil des Versand- und Internethandels am gesamten Einzelhandelsumsatz zwar erst auf rund 6 %, aber die Tendenz im Online-Handel zeigt steil nach oben, während große Teile des klassischen Einzelhandels stagnieren. Die wichtigsten Warengruppen für diese Handelssparte sind bislang Bekleidung, Bücher und Unterhaltungselektronik. Für den stationären Einzelhandel geht der Trend deshalb dahin, das Internet als zusätzlichen Vertriebskanal zu erschließen (sog. Multi-Channel-Handel).

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 02/2015
Zuletzt angesehen