Personenverkehr - wozu und womit unterwegs?

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Personenverkehr – wozu und womit unterwegs?

In Deutschland legt jeder Einwohner im Durchschnitt rund 1250 Wege pro Jahr zurück, um zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, zum Freize ...

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Personenverkehr – wozu und womit unterwegs?

In Deutschland legt jeder Einwohner im Durchschnitt rund 1250 Wege pro Jahr zurück, um zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, zum Freizeitvergnügen oder zu einem Ferienziel (und wieder nach Hause) zu gelangen. Zusammen ergibt das im Jahr mehr als 100 Milliarden „Beförderungsfälle“. Die Länge der einzelnen Wege schwankt zwischen einigen Metern für den Gang zum nächsten Briefkasten und vielen Kilometern für eine Geschäfts- oder Urlaubsreise; im Durchschnitt beläuft sie sich auf fast 12 km. Das geht aus Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Jahr 2012 hervor.

Unter allen Fortbewegungsarten hat das Autofahren, dem die heutige Gesellschaft einen Großteil ihrer Mobilität verdankt, nach wie vor die größte Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand an Pkw unaufhörlich gewachsen. Auch wer nicht selbst lenkt, ist doch oft als Mitfahrer im Auto unterwegs. Es überrascht daher nicht, dass mehr als die Hälfte aller Wege (55 %) mit privaten Kraftfahrzeugen (einschließlich Motorrädern, Mopeds usw.) zurückgelegt werden. Noch größer ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs an den Verkehrsleistungen: 2012 machte er rund 76 % von insgesamt 1206 Milliarden Personenkilometern aus. Gegenüber dem Jahr 2003, für das vergleichbare Zahlen vorliegen, hat sich die Dominanz des Autos aber etwas verringert.

Leichte Zuwächse gab es dagegen für das Fahrrad, mit dem 2012 etwa 10 % aller Wege zurückgelegt wurden, und für die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, U-Bahn, Straßenbahn, Eisenbahn), auf die nahezu 12 % aller Wege und fast 14 % der zurückgelegten Wegstrecke entfielen. Zu Fuß legten die Bundesbürger 2012 knapp ein Viertel (23 %) aller Wege zurück. Die eigenen Gehwerkzeuge sind vor allem für den Weg zur Schule, beim Einkaufsbummel oder für Spaziergänge im Gebrauch.

Welche Rolle die Freizeit für die Mobilität der heutigen Gesellschaft spielt, lässt die Aufschlüsselung des Personenverkehrs nach dem Zweck erkennen: So diente 2012 fast ein Drittel (31 %) aller Wege dem Freizeit- oder Urlaubsvergnügen. Etwa ebenso viele Fahrten oder Gänge (32 %) wurden unternommen, um Einkäufe oder Erledigungen zu machen. Dagegen waren nur 22 % aller Wege beruflich oder geschäftlich motiviert, sei es, um jeden Tag zur Arbeit zu fahren, oder aber, um Kunden zu besuchen und Geschäftsreisen zu unternehmen. Auf Fahrten zur Schule oder Ausbildungsstätte entfielen 7 % der Wege. Weitere 8 % dienten der Begleitung anderer Personen, etwa auf dem Schulweg, bei einem Arztbesuch oder einem Behördengang; häufig sind auch Kinder als Begleiter dabei, wenn die Eltern unterwegs sind.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 02/2015
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