Ausgaben für Forschung und Entwicklung

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Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Das Wortpaar Forschung und Entwicklung (F&E) steht für • die systematische, schöpferische Arbeit an der Erweiterung des menschlichen Wissens und • die Suche nach neuen Möglichkeiten zur Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse. Auf Forschung und Entwicklung gründet sich die technologische Leistungs- und Innovationskraft der entwickelten Volkswirtschaften. Wachstum und qualifizierte Beschäftigung werden durch sie maßgeblich gestützt. In der Wachstumsstrategie Europa 2020, die der EU zu stärkerer Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsdynamik verhelfen soll, fällt den Anstrengungen in Forschung und Entwicklung deshalb auch eine Schlüsselrolle zu. Die EU hat sich vorgenommen, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3 % des Bruttoinlandsprodukts zu steigern und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen F&E-Investitionen zu erreichen. Die meisten EU-Länder sind aber noch immer ein gutes Stück von diesem Ziel entfernt. Nach Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat machten die Ausgaben der EU-28 für Forschung und Entwicklung 2013 erst 2,02 % des Bruttoinlandsprodukts der Gemeinschaft aus. Die 3-Prozent-Marke wurde nur von den nordeuropäischen Staaten Finnland (3,32 %), Schweden (3,21 %) und Dänemark (3,05 %) übertroffen.

Von den großen EU-Mitgliedstaaten wies Deutschland (mit 2,94 % des BIP) die höchste F&E-Intensität auf. Die Bundesrepublik rangierte damit deutlich vor Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. In den mittel- und osteuropäischen Staaten standen oft weniger als 1 % des BIP für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zur Verfügung. In Polen, dem größten dieser Länder, lag die F&E-Quote 2013 erst bei 0,87 %. Wesentlich höhere Werte waren u.a. aber für Slowenien (2,59 %) und Tschechien (1,91 %) zu verzeichnen. Welche Anstrengungen die EU noch unternehmen muss, zeigt ein Vergleich mit Japan und den USA, wo 3,38 % bzw. 2,81 % des BIP in Forschung und Entwicklung investiert wurden. Zudem rüsten sich die Schwellenländer in großen Schritten für das Hightech-Kräftemessen mit den etablierten Industriestaaten. So lag die F&E-Quote in Südkorea 2012 bei 4,36 % des BIP. Und China, das seine Rolle als Produzent billiger Massenware allmählich abstreift, brachte 2013 bereits 1,98 % seines BIP für Forschung und Entwicklung auf.

Das Gesamtvolumen der F&E-Ausgaben in der EU-28 belief sich 2013 auf rund 273 Mrd € und war damit niedriger als in den USA (353 Mrd €). China kam 2012 auf 127 Mrd €. Gemessen an den kaufkraftbereinigten Ausgaben könnte China nach Einschätzung der OECD um 2019 aber schon an den USA vorbeiziehen.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 12/2014
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