Belastungen am Arbeitsplatz

Belastungen am Arbeitsplatz

Infografik Nr. 280201

Über wachsende Belastungen am Arbeitsplatz wird oft geklagt. In einer Hinsicht haben es die Berufstätigen von heute aber meist leichter als die arbeitenden Menschen in früheren Zeiten. Für viele Beschäftigte ist die Berufsarbeit aber auch heute mit erheblichen physischen Belastungen verbunden.

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Über wachsende Belastungen am Arbeitsplatz wird oft geklagt. In einer Hinsicht haben es die Berufstätigen von heute aber meist leichter als die arbeitenden Menschen in früheren Zeiten: Sie sind in ihrem Beruf im Allgemeinen geringeren körperlichen Belastungen ausgesetzt. Wo einst Schwerstarbeit geleistet werden musste, stehen technische Hilfsmittel zur Verfügung; das Unfallrisiko ist deutlich gesunken; die Arbeitszeiten sind generell kürzer, die Erholungszeiten länger. Für viele Beschäftigte ist die Berufsarbeit aber auch heute mit erheblichen physischen Belastungen verbunden. Art und Ausmaß der Belastungsfaktoren und Umgebungseinflüsse, mit denen die Erwerbstätigen konfrontiert sind, wurden 2018, anknüpfend an frühere Untersuchungen, durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erfragt.

Aus arbeitsmedizinischer Sicht wäre ein häufiger Wechsel zwischen stehender und sitzender Arbeitsweise vorteilhaft. In vielen Berufen (z.B. im Baugewerbe, im Metallbau, im Gartenbau, in der Gastronomie und im Reinigungsgewerbe) müssen die Beschäftigten ihre Arbeit aber im Stehen erledigen. Für 54 % der Befragten ist dies häufig der Fall. 39 % haben schnelle, geschickte oder kraftfordernde Arbeit mit den Händen zu erledigen; 25 % müssen bei der Arbeit Lärm ertragen und 23 % häufig schwere Lasten bewegen. Körperlich besonders belastend sind Arbeiten, bei denen eine Zwangshaltung eingenommen, also in gebückter, hockender, kniender oder liegender Stellung oder über Kopf gearbeitet werden muss – für 17 % der normale Arbeitsalltag. Aber es gibt noch andere Bedingungen am Arbeitsplatz, die unangenehm oder sogar gesundheitsschädlich sein können. Das gilt z.B. für Arbeiten in Kälte, Nässe, Hitze, Zugluft oder in einer durch Rauch, Staub, Öl oder Schmutz belasteten Umgebung. Der Umgang mit Mikroorganismen ist risikobehaftet und erfordert daher ständige Wachsamkeit. Grelles Licht oder unzureichende Beleuchtung können die Arbeit erschweren.

Die objektiv gegebenen Erschwernisse werden von den Beschäftigten bis zu einem gewissen Grad als normaler Bestandteil ihrer Arbeit hingenommen. Bestimmte Arbeits- und Umgebungsbedingungen werden aber auch subjektiv als belastend empfunden. So fühlte sich von den Beschäftigten, die häufig von Rauch, Gasen, Staub und Dämpfen, schlechten Lichtverhältnissen, Kälte, Hitze, Nässe oder Zugluft und von Lärm oder störenden Geräuschen betroffen waren, jeweils mehr als die Hälfte belastet. Auch schweres Heben oder Zwangshaltungen bei der Arbeit machten etwa jedem Zweiten zu schaffen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2019
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