Wie nutzen wir die Zeit?

Wie nutzen wir die Zeit?

Infografik Nr. 253144

Wie nutzen wir die Zeit?

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Wie nutzen wir die Zeit?

Wie die Zeit eines Tages dahingeht, macht sich wohl kaum jemand im Einzelnen klar. Am ehesten noch sind die einigermaßen genau abgrenzbaren Zeiten der Berufsarbeit oder der Ausbildung im Bewusstsein verankert. Abseits solcher fest getakteten Zeitverwendungen gehen die meisten Tätigkeiten und Ruhezeiten gleitend ineinander über. Die vom Statistischen Bundesamt durchgeführte Zeitverwendungserhebung wollte es aber genauer wissen. 2012/13 wurden mehrere Tausend repräsentativ ausgewählte Haushalte zu ihrem Tagesablauf befragt: Die Haushaltsmitglieder führten an drei Tagen einer Woche (zwei Tagen zwischen Montag und Freitag und einem Tag am Wochenende) ein Tagebuch, in dem sie ihre Aktivitäten in einem 10-Minuten-Zeitraster aufzeichneten. Ähnliche Erhebungen hatten zuvor schon 1991/92 und 2001/02 stattgefunden.

Die Auswertung der Tagebücher aller Haushaltmitglieder ab zehn Jahren kann Aufschluss darüber geben, wofür die Zeit in den verschiedenen Haushaltskategorien und Altersgruppen genutzt wird, wie sich die Zeitverwendung von Männern und Frauen, Jungen und Alten unterscheidet, wie sich bezahlte und unbezahlte Arbeitszeit zueinander verhalten oder welche Tätigkeiten bei allgemeiner Zeitnot zurückstehen müssen, während andere weitgehend stabil den Tag bestimmen.

Nach den ersten Ergebnissen der Zeitverwendungserhebung von 2012/13 entfielen im Durchschnitt gut 11 Stunden eines Tages auf den persönlichen Bereich (schlafen, essen und trinken, waschen, anziehen usw.). Paare mit Kindern hatten dafür etwa eine halbe Stunde weniger zur Verfügung. Die Erwerbstätigkeit, das heißt die bezahlte Arbeit, nahm im Durchschnitt aller Befragten pro Tag nur 2:43 Stunden in Anspruch; bei den tatsächlich Erwerbstätigen waren es allerdings 7:52 Stunden.

Demgegenüber wurden durchschnittlich 3:28 Stunden pro Tag mit unbezahlter Arbeit zugebracht, das heißt mit der Haushaltsführung und der Betreuung der Familie (wie kochen, waschen, putzen, reparieren, einkaufen, mit den Kindern spielen oder den Hund spazieren führen) sowie mit ehrenamtlichem Engagement für andere. Im Vergleich zur Erhebung von 2001/02 ist der Anteil der unbezahlten Arbeit bei beiden Geschlechtern zurückgegangen. Nach wie vor leisten Frauen im Vergleich zu Männern aber deutlich mehr unbezahlte Arbeit (täglich 4:10 Stunden gegenüber 2:45 Stunden). Was vom Tag übrig bleibt, wird zu einem großen Teil (3:03 Stunden lang) mit der Nutzung der Medien zugebracht – mit Fernsehen, Lesen oder mit Computer und Smartphone.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 06/2015
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