Haushalte mit Grundbesitz

Haushalte mit Grundbesitz

Infografik Nr. 379101

Von den rund 41 Millionen Privathaushalten in Deutschland verfügt knapp die Hälfte über Haus- und Grundbesitz. Im europäischen Vergleich gehört die Bundesrepublik damit zu den Ländern mit einer niedrigen Eigentumsquote. Und in Ostdeutschland ist sie noch einmal deutlich niedriger als im Westen. Die Fakten dazu in diesem ZAHLENBILD!

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Von den rund 40,8 Millionen Privathaushalten in Deutschland verfügt etwa jeder zweite (47 %) über Haus- und Grundbesitz. Grundeigentum gilt zu Recht als krisensichere und vergleichsweise beständige Wertanlage. Für die Mehrzahl der Eigentümer, die ihren Grund und Boden selbst bewohnen, hat er zudem eine noch über den bloßen Vermögenswert hinausgehende Bedeutung: Die eigenen vier Wände garantieren auch immer ein Stück freier Lebensgestaltung und sozialer Unabhängigkeit. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland allerdings immer noch zu den Ländern mit einer niedrigen Eigentumsquote, obwohl der Staat zeitweilig beträchtliche Mittel – z.B. in Form des Baukindergelds – in die Eigentumsförderung investiert hat. Im innerdeutschen Vergleich fallen die nach wie vor deutlichen Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland ins Auge. So besitzen im früheren Bundesgebiet rund 50 % der Haushalte eine oder mehrere Immobilien, in den neuen Ländern und Berlin dagegen nur 38 % – eine immer noch nachwirkende Folge der deutschen Teilung.

Stolze Eigentümer eines Einfamilienhauses sind in Westdeutschland 33 %, in Ostdeutschland 27 % aller Haushalte. Ein Zweifamilienhaus besitzen im Westen 4 % und im Osten 2 % aller Haushalte. Und während sich in Westdeutschland 16 % aller Haushalte eine Eigentumswohnung zugelegt haben (häufig auch als Kapitalanlage), liegt der entsprechende Anteil in Ostdeutschland bei knapp 8 %. Dort war diese Form des Immobilienbesitzes bis Anfang der 1990er Jahre noch unbekannt. Bei den sonstigen Gebäuden, zu denen neben gemischt genutzten Wohn- und Geschäftsbauten hauptsächlich Ferienhäuser und „Datschen" zählen, haben die ostdeutschen Haushalte aber die Nase vorn: 4 % (gegenüber 2 % im Westen) besitzen derartige Baulichkeiten. Über ein unbebautes Grundstück (ohne landwirtschaftliche Flächen) verfügen nahezu 5 % der Haushalte in Ost und West.

Diese Zahlen stammen aus der zuletzt 2023 durchgeführten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts. Die Befragten wurden dabei auch gebeten, den geschätzten Verkehrswert ihres Haus- und Grundeigentums anzugeben. Danach verfügte jeder Eigentümer-Haushalt in Westdeutschland über ein Immobilienvermögen von durchschnittlich 471 100 €; in Ostdeutschland waren es 289 100 €. Der geschätzte Verkehrswert lag damit im Westen um fast 40 %, im Osten um nahezu 50 % höher als bei der Einkommens- und Verbrauchstichprobe von 2018. Geht man von ihren Angaben aus, repräsentierte der Grundbesitz der Privathaushalte in Deutschland 2023 ein Vermögen von rund 7,8 Billionen €. 

Ausgabe: 05/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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