Pkw-Produktion in Deutschland

Pkw-Produktion in Deutschland

Infografik Nr. 368112

Nach einem kontinuierlichen Zuwachs ab Mitte der 1980er Jahre hatte die Pkw-Produktion in Deutschland 1992 mit 4,86 Mio Fahrzeugen in Deutschland einen Rekord erreicht. Im Folgejahr kam es dann zu einem drastischen Abfall der Fertigungszahlen auf nur noch 3,79 Mio.

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Im Vergleich der Industriebranchen ist die Automobilindustrie in Deutschland seit langem die Nummer eins. Sie hat nicht nur eine starke Position auf dem Binnenmarkt, sondern ist auch in hohem Grade weltmarktorientiert und stellt sich erfolgreich dem internationalen Wettbewerb. 2017 lag die Bundesrepublik mit 5,65 Mio produzierten Personenkraftwagen weltweit auf Platz vier der Herstellerländer – hinter China, den USA und Japan. Wegen der relativ hohen Produktionskosten in Deutschland werden seit vielen Jahren wachsende Teile der deutschen Automobilproduktion ins Ausland verlagert: 2017 war die Produktion im Ausland mit 10,83 Mio Pkw fast doppelt so hoch wie die Inlandsproduktion.

Die Pkw-Produktion in Deutschland konzentriert sich auf wenige große Marken: Darunter stand 2017 die Volkswagen-Gruppe, zu der auch Audi und Porsche gehören, mit 2,45 Mio Fahrzeugen an erster Stelle. Es folgten BMW (1,20 Mio), Daimler (1,13 Mio), die deutsche Ford-Tochter (631000) und Opel (242000). Im Ausland baute die Volkswagen-Gruppe 7,94 Mio, Daimler 1,42 Mio und BMW 1,31 Mio Pkw.

Nach einem kontinuierlichen Zuwachs ab Mitte der 1980er Jahre hatte die Pkw-Produktion in Deutschland 1992 mit 4,86 Mio Fahrzeugen in Deutschland einen Rekord erreicht. Im Folgejahr kam es dann zu einem drastischen Abfall der Fertigungszahlen auf nur noch 3,79 Mio. Ursachen waren die zunehmende Marktsättigung in Westdeutschland, die Deckung des ersten Nachholbedarfs in den neuen Bundesländern und die Auswirkungen der allgemeinen Rezession. Ab 1994 erholte sich die Autokonjunktur wieder, bis sie gegen Ende der 1990er Jahre abflachte und sich bei einer Jahresproduktion von etwas mehr als 5 Mio Pkw stabilisierte. Die sinkende Fertigung für den Binnenmarkt wurde dabei durch den wachsenden Anteil der Exporte aufgewogen: Wurden 1991 noch weniger als die Hälfte (47 %) der in Deutschland gebauten Pkw exportiert, so waren es 2017 mehr als drei Viertel (78 %). Dementsprechend war der Produktionseinbruch auf unter 5 Mio Pkw im Jahr 2009 allein dem Einbruch der Exporte geschuldet, als Folge der schwachen Auslandsnachfrage während der globalen Wirtschaftskrise.

Der Automobilbau in Deutschland – Pkw- und Lkw-Produktion zusammengenommen – erzielte 2017 mit rund 479900 Beschäftigten einen Umsatz von 98 Mrd € (der Großteil der Umsätze deutscher Autohersteller, nämlich 236 Mrd €, wurde im Ausland generiert). Die gesamte Automobilindustrie – einschließlich der Herstellung von Anhängern und Aufbauten sowie der Teile- und Zubehör-Industrie – zählte 820000 Beschäftigte und erreichte einen Inlandsumsatz von 152 Mrd € (gegenüber 274 Mrd € im Ausland).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2018
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