Der Warenkorb für den Preisindex

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Der Verbraucherpreisindex ist ein viel beachteter Maßstab für die Preisentwicklung in Deutschland. Er wird vom Statistischen Bundesamt anhand der Einkaufspreise für die Güter eines Warenkorbs jeden Monat neu berechnet. Die Zusammensetzung dieses Warenkorbs und die Gewichtung seiner Bestandteile orientieren sich an den tatsächlichen Verbrauchsverhältnissen der Haushalte in einem bestimmten Basisjahr.

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Der Verbraucherpreisindex ist ein viel beachteter Maßstab für die Preisentwicklung in Deutschland. Er wird vom Statistischen Bundesamt anhand der Einkaufspreise für die Güter eines Warenkorbs jeden Monat neu berechnet. Die Zusammensetzung dieses Warenkorbs und die Gewichtung seiner Bestandteile orientieren sich an den tatsächlichen Verbrauchsverhältnissen der Haushalte in einem bestimmten Basisjahr. Da sich die Konsumgewohnheiten verändern, ist alle fünf Jahre eine Überarbeitung des Verbraucherpreisindex erforderlich. Denn es kommen laufend neue Produkte auf den Markt, die einen Teil der privaten Nachfrage binden. Manche Waren oder Dienstleistungen haben so stark an Bedeutung gewonnen, dass sie ausdrücklich in die Berechnung des Index aufgenommen werden müssen (Beispiel: Musik-Streaming, Hörhilfen). Oder es finden methodische Umstellungen statt (Beispiel: die genauere Erfassung der Mieten nach Vermietern und Kreistypen). Vorrangig wird aber die Gewichtung der im Warenkorb enthaltenen Güterarten, das sogenannte Wägungsschema, an die im neuen Basisjahr herrschenden Einkaufsgewohnheiten der Haushalte angepasst. Es bleibt dann bis zur nächsten Revision unverändert. Dies hat den Vorteil, dass der Preisindex in der Zwischenzeit nur die reinen Preisbewegungen widerspiegelt und von Verschiebungen im Kaufverhalten unberührt bleibt.

Anfang 2019 stellte das Statistische Bundesamt die Berechnung der Verbraucherpreise auf das Basisjahr 2015 um. Das damit eingeführte neue Wägungsschema hat zur Folge, dass Güterarten, die von den Verbrauchern häufiger gekauft werden als im Jahr 2010, nunmehr stärker in die Berechnung des Preisindex einfließen; andere, die für die Haushalte an Bedeutung verloren haben, wiegen auch in der Preisstatistik nicht mehr so schwer. Vergleicht man das Wägungsschema 2015 mit dem des Jahres 2010, so entfällt u. a. auf das Wohnen, die Gesundheit sowie auf Gaststätten und Hotels ein größeres Gewicht.

Der aktuelle Warenkorb umfasst etwa 600 Güterarten, die den gesamten Verbrauch der bundesdeutschen Haushalte repräsentieren. Stellvertretend für diese Güterarten werden Monat für Monat aus Hunderten von Gemeinden und Tausenden von Geschäften im ganzen Bundesgebiet sowie aus zahlreichen anderen Auskunftsquellen (Wohnungsvermieter, Mieter, Kataloge, Tarifübersichten, Internet-Angebote usw.) die Verbraucherpreise bestimmter Produkte zusammengetragen. Den statistischen Ämtern stehen damit monatlich mehr als 300 000 Preisangaben als Grundlage für die Berechnung des Verbraucherpreisindex zur Verfügung.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2019
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