Einkommensschichten

Einkommensschichten

Infografik Nr. 286276

Nach den Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts erzielten die Haushalte in Deutschland 2018 ein durchschnittliches Nettomonatseinkommen von 3?661 €. Fasst man die Haushalte nach der Stellung des Hauptverdieners oder der Hauptverdienerin zusammen, lässt sich das mittlere Einkommen der verschiedenen sozialen Gruppen zum Vergleich daneben stellen.

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Die meisten Menschen hüten ihre Einkommenslage als privates Geheimnis und oft kennen sie sie selbst nicht so genau. Entsprechend schwierig ist es, ein zutreffendes Bild von der gesellschaftlichen Einkommensverteilung zu gewinnen. Die in mehrjährigem Turnus, zuletzt 2018, durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) hilft aber auch solche Fragen zu beantworten. Mehrere zehntausend Haushalte aller Schichten liefern mit detaillierten Aufzeichnungen ihrer Einnahmen und Ausgaben den Grundstock dafür. (Nur Haushalte mit einem Nettoeinkommen von über 18 000 € bleiben unberücksichtigt.)

Nach den Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts erzielten die Haushalte in Deutschland 2018 ein durchschnittliches Nettomonatseinkommen von 3 661 €. Fasst man die Haushalte nach der Stellung des Hauptverdieners oder der Hauptverdienerin zusammen, lässt sich das mittlere Einkommen der verschiedenen sozialen Gruppen zum Vergleich daneben stellen. An der Spitze der Einkommensskala lagen demnach die Haushalte der Selbstständigen (ohne Landwirte) mit einem durchschnittlichen Nettomonatseinkommen von 5 493 €. Gerade bei dieser Gruppe streuen die Einkommenswerte aber ganz beträchtlich um den Mittelwert. Zwar finden sich Selbstständige meist in den oberen Einkommensgruppen wieder (fast ein Fünftel allein in der obersten Klasse mit 7 500 bis 18 000 € pro Monat), doch gibt es auch Freiberufler, die nur sehr niedrige Einkommen erzielen. Ähnlich groß ist die Spannweite in der Gruppe der Arbeitnehmer. Früher wurden sie in der EVS nach Arbeitern, Angestellten und Beamten unterteilt, in der EVS 2018 sind sie aber zu einer einzigen Großgruppe (mit einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 4 214 €) zusammengefasst. Entsprechend breit ist das Spektrum der beruflichen Positionen: Es reicht von der Kassiererin im Supermarkt oder dem Arbeiter auf der Baustelle über Angestellte und Beamte mit höheren Einkommen bis hin zum spitzenverdienenden Top-Manager. Eine beträchtliche Spannbreite weisen auch die Haushalte der Ruheständler auf. Diese Gruppe umfasst sowohl Rentner (mit ihren eher niedrigen Einkommen) als auch Pensionäre (die oft über mittlere und höhere Einkommen verfügen). Die Haushalte der Arbeitslosen gehören in ihrer großen Mehrheit zu den untersten Einkommensschichten.

Dabei hängt die Einkommenssituation stets auch von der Haushaltsgröße ab: In den Erwerbstätigenhaushalten tragen meist mehrere Haushaltsmitglieder zum Gesamteinkommen bei, Rentnerhaushalte bestehen dagegen oft nur aus einer Person. Das schlägt sich im Durchschnittseinkommen nieder: Alleinlebende erzielen im Schnitt nur ein Nettoeinkommen von 2 142 €, Paare mit Kindern dagegen 5 490 €.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2020
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