Einkommensschichten

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Infografik Nr. 286276

Einkommensschichten

Die meisten Menschen hüten ihre Einkommenssituation als privates Geheimnis und oft kennen sie sie selbst nicht so genau. Entsprechend schwierig ist es, ein zutreffe ...

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Einkommensschichten

Die meisten Menschen hüten ihre Einkommenssituation als privates Geheimnis und oft kennen sie sie selbst nicht so genau. Entsprechend schwierig ist es, ein zutreffendes Bild von der gesellschaftlichen Einkommensverteilung zu gewinnen. Die in mehrjährigem Turnus, zuletzt 2013, durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) hilft jedoch auch solche Fragen zu beantworten. Mehrere zehntausend Haushalte aller Schichten liefern mit detaillierten Aufzeichnungen ihrer Einnahmen und Ausgaben den Grundstock dafür. (Nur Haushalte mit einem Nettoeinkommen von über 18000 € bleiben unberücksichtigt.)

Nach den Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts erzielten die Haushalte in Deutschland 2013 ein durchschnittliches Nettomonatseinkommen von 3132 €. Fasst man die Haushalte nach der Stellung des Hauptverdieners oder der Hauptverdienerin zusammen, lässt sich das mittlere Einkommen der verschiedenen sozialen Gruppen zum Vergleich daneben stellen. An der Spitze der Einkommensskala lagen demnach die Beamtenhaushalte mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 4723 €. Es folgten die Haushalte der Pensionäre (das heißt der Beamten im Ruhestand) mit einem Einkommen von 4404 € und die Haushalte der Selbstständigen (einschließlich Landwirte) mit 4125 €. Die Angestelltenhaushalte verfügten über ein mittleres Nettoeinkommen von 3759 € im Monat, während die Arbeiterhaushalte im Durchschnitt auf 3283 € kamen. Deutlich unter dem Durchschnitt lagen die Einkommen der Rentnerhaushalte (mit 2206 €) und der Arbeitslosenhaushalte (mit 1263 €). Dabei hängt die Einkommenssituation stets auch von der Haushaltsgröße ab: In den Erwerbstätigenhaushalten tragen meist mehrere Haushaltsmitglieder zum Gesamteinkommen bei, Rentnerhaushalte bestehen dagegen oft nur aus einer Person.

Bei diesem Vergleich darf man allerdings nicht übersehen, dass die Einkommenswerte auch innerhalb einer sozialen Gruppe weit um den Mittelwert streuen können. Das ist besonders bei den Selbstständigen der Fall, die das ganze Spektrum von sehr niedrigen bis sehr hohen Einkommen abdecken. Im Vergleich zur EVS 2008 sind 2013 deutlich mehr Selbstständigenhaushalte mit Niedrigeinkommen erfasst. Groß ist auch die soziale Spannweite der Angestelltenhaushalte; sie reicht von der Kassiererin im Supermarkt bis zum Topmanager. Bei den Arbeiterhaushalten liegt der Schwerpunkt in der oberen Mitte der Einkommensverteilung, während die Haushalte der Rentner meist in den unteren und mittleren Einkommenslagen angesiedelt sind. Bei den Arbeitslosenhaushalten ist die Spannbreite viel geringer: Sie gehören in ihrer großen Mehrheit zu den untersten Einkommensschichten.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2015
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