Entwicklung der Verbraucherpreise

Entwicklung der Verbraucherpreise

Infografik Nr. 293652

Nach Jahren mit massiven Preissteigerungen hat sich die Inflation in Deutschland wieder abgeschwächt. Verfolgen sie die Entwicklung des Verbraucherpreis-Index seit den 1990er Jahren und lesen Sie, wie sich die Preise für verschiedene Güterarten 2025 verändert haben!

Welchen Download brauchen Sie?

Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 waren die Verbraucherpreise in Deutschland... mehr
Mehr Details zu "Entwicklung der Verbraucherpreise"

Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 waren die Verbraucherpreise in Deutschland über lange Jahre nur mäßig gestiegen, ehe sie 2022 steil nach oben schossen. Mit 6,9% blieb die mittlere Jahresteuerung 2022 nur knapp unter der bisherigen westdeutschen Rekordmarke aus dem Jahr 1973 (7,1 %). Und 2023 kletterten die Verbraucherpreise noch einmal um 5,9%. Auslöser der massiven Teuerungswelle waren krisenhafte Entwicklungen, die sich in ihren Auswirkungen noch gegenseitig steigerten: neben den Engpässen in den globalen Lieferketten als Folge der Corona-Pandemie vor allem der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der auch wegen der Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, die Energiepreise in die Höhe trieb. Die Energiekosten verursachten einen Teuerungsschub in allen Bereichen der Wirtschaft. Hinzu kamen die Folgen der Leitzinsanhebungen, mit denen die Europäische Zentralbank die Inflation zu bremsen versuchte. Erst 2024 beruhigte sich die Preisentwicklung wieder. Von den Lohnerhöhungen, die zum Ausgleich der Inflation durchgesetzt wurden, ging allerdings ein noch länger anhaltender Preisdruck aus.

Die durchschnittliche Inflationsrate lag auch 2025 mit 2,2% nur noch knapp über der mittelfristigen Zielmarke von 2 %, wie sie die EZB anstrebt. Wie schon im Vorjahr beruhte der mäßige Anstieg des Preisniveaus jedoch vor allem darauf, dass die Energiepreise weiter zurückgingen. So verbilligten sich Haushaltsenergien (Strom, Gas, Heizöl) um 2,3% und Kraftstoffe um 2,6% gegenüber 2024. Nahrungsmittel verteuerten sich im Ganzen um lediglich 2,0%, auch wenn die Preisentwicklung bei einzelnen Waren weit davon abwich (z.B. Schokolade: +17,9%, Obst: +4,9%, Gemüse: -0,3%, Zucker; -23,2%).

Da sich industriell gefertigte Waren insgesamt verbilligten, fiel der Anstieg der Verbraucherpreise bei anderen Gütergruppen umso höher aus. So kletterten die Preise für Dienstleistungen wie schon im Vorjahr weit überdurchschnittlich (+3,5 %), da sich in ihnen auch die Lohnsteigerungen zum Ausgleich der Inflation niederschlugen. Deutlich teurer wurden z.B. die Kfz-Versicherung (+12,7 %), Briefdienstleistungen (+10,1%), Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege (+10,0%), stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,7%) und Fahrzeugreparaturen (+5,5%). Demgegenüber verbilligten sich Telekommunikationsdienstleistungen um 1,1%. Die Nettokaltmieten, für einen Großteil der Haushalte der wichtigste Ausgabenposten, zogen wie im Vorjahr um 2,1% an und blieben damit erneut leicht unter der durchschnittlichen Teuerungsrate. 

Ausgabe: 03/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Unser Kommentar zu "Entwicklung der Verbraucherpreise"
Arbeitsauftrag
Zuletzt angesehen