Deutschlands wichtigste Exportgüter

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Infografik Nr. 390540

Stärker als die meisten anderen großen Industrieländer ist die Bundesrepublik Deutschland in den Welthandel integriert. Als rohstoffarmes Land ist sie auf die Einfuhr von Rohmaterialien und Vorprod ...

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Stärker als die meisten anderen großen Industrieländer ist die Bundesrepublik Deutschland in den Welthandel integriert. Als rohstoffarmes Land ist sie auf die Einfuhr von Rohmaterialien und Vorprodukten angewiesen; im Gegenzug beliefert sie die Weltmärkte mit überwiegend industriellen Erzeugnissen. Struktur und Umfang des deutschen Außenhandels werden somit maßgeblich von der gewerblich-industriellen Wirtschaft und ihrer Leistungsfähigkeit bestimmt. 2016 entfielen allein 48 % der Ausfuhr auf Investitionsgüter (wie Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen), 31 % auf Vorleistungsgüter (wie Stahl und chemische Grundstoffe) und weitere 18 % auf industrielle Konsumgüter. Auf der Einfuhrseite spielen Agrargüter, gewerbliche Rohstoffe und Energieträger naturgemäß eine wichtigere Rolle, aber auch dort schlägt sich die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung in einem steigenden Anteil industrieller Fertigprodukte nieder. Im Export beruht die Stärke der deutschen Wirtschaft vor allem auf der Breite ihres Warensortiments, dem technologischen Entwicklungsstand ihrer Produkte und dem Service, den sie ihren Abnehmern im Ausland bieten kann (wie Planung, Beratung, Finanzierung, Montage, Reparaturen).

In der Rangfolge der wichtigsten Exportgüter stehen vier Produktgruppen im Vordergrund. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes machten • Kraftwagen und Kraftwagenteile im Jahr 2016 mit einem Ausfuhrwert von 227,7 Mrd € knapp ein Fünftel des Gesamtexports aus – ein Ergebnis der erfolgreichen Modellpolitik der deutschen Autohersteller und ihrer technischen Spitzenstellung im internationalen Wettbewerb. Im gleichen Jahr wurden • Maschinen und Anlagen im Wert von 169,2 Mrd € exportiert. Diese sind besonders in den aufsteigenden Schwellenländern gefragt, denen sie helfen, ihre wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Auf dem dritten Rang folgten die • Chemischen Erzeugnisse mit einem Wert von 106,7 Mrd €. Die Exporterzeugnisse der • Elektroindustrie verteilen sich in der Statistik auf zwei Gütergruppen: Die eine umfasst u.a. Datenverarbeitungsgeräte, Telekommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik und Messtechnik (99,9 Mrd €), die andere elektrische Ausrüstungen – von Motoren und Generatoren über Schaltungen und Kabel bis zu Haushaltsgeräten (75,7 Mrd €).

Zusammen lieferten die vier Schlüsselbranchen der deutschen Industrie dem Wert nach die Hälfte (50 %) aller Exportgüter aus. Bedeutende Absatzerfolge auf dem Weltmarkt erzielten die deutschen Exporteure auch mit pharmazeutischen Produkten, Erzeugnissen der Flugzeug- und der Werftindustrie, mit Nahrungsmitteln, Metallen sowie Gummi- und Kunststoffwaren.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 04/2017
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